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27/09/2016

Heimspiele für Trump und Clinton bei New Yorker Vorwahlen

EU-Außenpolitik

Heimspiele für Trump und Clinton bei New Yorker Vorwahlen

Auch in Berlin sind die US-Vorwahlen zu spüren: Ein Wahllokal in der deutschen Hauptstadt gibt hier lebenden Amerikanern die Möglichkeit zur Fernabstimmung.

[dpa]

Im US-Bundesstaat New York finden heute Vorwahlen statt, denen wegen der großen Anzahl der Delegierten eine besondere Bedeutung zukommt.

Umfragen zufolge dürften die Favoriten Hillary Clinton bei den Demokraten und Donald Trump bei den Republikanern die Abstimmungen gewinnen. Für beide Präsidentschaftsbewerber ist es ein Heimspiel: Clinton vertrat acht Jahre lang den Bundesstaat im Senat, Trump wurde in Queens geboren.

Clinton liegt bei der Gesamtzahl der Delegierten vorn und dürfte Experten zufolge auch am Ende Kandidatin ihrer Partei werden. Allerdings hat ihr Rivale Bernie Sanders die vergangenen acht Vorwahlen gewonnen. In New York hat er ihren Vorsprung in Umfragen von zunächst 30 Prozentpunkten inzwischen auf etwa zehn reduziert. Bei den Demokraten werden die Delegiertenstimmen proportional vergeben, weshalb ein einfacher Sieg kaum reicht.

Mit größerer Spannung wird das Rennen bei den Republikanern verfolgt bei denen ein Bewerber 1237 Delegiertenstimmen benötigt, um die Nominierung auf Anhieb zu gewinnen. Trump hat der Statistik-Website FiveThirtyEight zufolge bislang 758. In New York werden 95 Delegiertenstimmen vergeben, allerdings nach einem komplizierten Verteilungsverfahren, weshalb Vorhersagen über den Ausgang schwierig sind. Trumps Rivalen, Ted Cruz und John Kasich, wollen den Immobilienunternehmer unter der Schwelle von 1237 Delegiertenstimmen halten, um dann die Entscheidung auf dem Parteitag im Juli suchen zu können.

 

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