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01/10/2016

Geberkonferenz sagt mehr als zwei Milliarden Dollar für Kampf gegen IS zu

EU-Außenpolitik

Geberkonferenz sagt mehr als zwei Milliarden Dollar für Kampf gegen IS zu

Spuren des Terrors: Iraker vor dem von IS-Terroristen gesprengten Grab des Propheten Jonah in Mossul. Foto: dpa

Eine internationale Geberkonferenz für den Irak hat mehr als 2,1 Milliarden Dollar für den Kampf der Regierung des Landes gegen die Extremistenmiliz „Islamischer Staat“ erbracht.

Der Sprecher des US-Außenministeriums, John Kirby, sagte am Mittwochabend in Washington, weitere Zusagen würden derzeit noch finalisiert. An der Konferenz hatten Außen- und Verteidigungsminister aus 24 Staaten teilgenommen.

Der gastgebende US-Außenminister John Kerry bezeichnete es als internationale Priorität, sich auf den Wiederaufbau im Irak zu konzentrieren. „Die neue Herausforderung ist es, befreite Gebiete zu sichern und den Wiederaufbau zu unterstützen.“

Die irakische Armee bereitet zurzeit ihren Vorstoß auf die vom IS gehaltene Großstadt Mossul vor. Der Irak, die USA und die Vereinten Nationen erwarten heftige Kämpfe. Die UN befürchten, dass im schlimmsten Fall mehr als eine Million Menschen aus Mossul und weitere 830.000 aus dem Umland fliehen könnten. Diese Menschen müssten für bis zu zwölf Monate versorgt werden. Schon jetzt sind 3,5 Millionen Menschen im Irak auf der Flucht.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, es sei an der Zeit, Geld für humanitäre Hilfe und für Stabilisierungsmaßnahmen bereitzustellen. Deutschland werde weitere zehn Millionen Euro beisteuern, sagte Steinmeier in einem Reuters-Interview.