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04/12/2016

Frontex für Einsatz von Privatfirmen zur Flüchtlingsregistrierung

EU-Außenpolitik

Frontex für Einsatz von Privatfirmen zur Flüchtlingsregistrierung

Frontex bald von privaten Sicherheitsfirmen unterstützt?

Foto: Frontex

Der Chef der EU-Grenzschutzagentur Frontex will für die Registrierung von Flüchtlingen womöglich auch Privatfirmen einsetzen. Griechenland wolle mehr Personal von den Mitgliedstaaten, diese seien aber selbst überfordert, sagte Fabrice Leggeri am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“.

Da müsse gefragt werden, „ob man wirklich Grenzbeamte braucht, oder könnten andere Beamte oder andere Arbeiter in einem privaten Vertrag das machen?“ Darüber müsse jetzt nachgedacht werden.

Nach Leggeris Angaben setzt Frontex inzwischen 750 EU-Grenzbeamte ein, um bei der Registrierung und Seerettung von Bootsflüchtlingen zu helfen, die aus der Türkei nach Griechenland gelangen.

Der Türkei warf der Franzose vor, illegal eingereiste Flüchtlinge nicht – wie in bilateralen Abkommen festgelegt – zurückzunehmen und auch im Kampf gegen Schmuggler nicht durchzugreifen. Eine bessere Zusammenarbeit mit der EU und mit den Nachbarn Griechenland und Bulgarien sei notwendig, forderte der Frontex-Chef an die Adresse Ankaras.