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24/05/2016

Flüchtlingskrise: EU unterstützt Griechenland mit Nothilfe-Paket

EU-Außenpolitik

Flüchtlingskrise: EU unterstützt Griechenland mit Nothilfe-Paket

Flüchtlinge in Griechenland

[ jtstewart/Flickr]

Angesichts des wachsenden Flüchtlingsandrangs in Griechenland schnürt die EU ein millionenschweres Nothilfe-Paket. Bundeskanzlerin Merkel übte unterdessen erneut Kritik an Österreich.

In diesem Jahr sollen 300 Millionen Euro und bis Ende 2018 insgesamt 700 Millionen Euro für humanitäre Hilfe bereitgestellt werden, wie aus EU-Kreisen verlautete. Das Geld werde nicht nur Griechenland, sondern auch anderen EU-Staaten zugutekommen, hieß es weiter. Der für humanitäre Hilfe zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides werde den Plan am heutigen Mittwoch vorstellen.

Ein Sprecher der EU-Kommission sagte, die Nothilfe sei nötig, um eine humanitäre Krise zu verhindern, wenn eine noch nie dagewesene Zahl von Flüchtlingen in die EU gelange. Er nannte keine Details zu dem Plan.

Für das Nothilfe-Paket würden Umschichtungen in dem bestehenden Haushalt vorgenommen, verlautete aus EU-Kreisen. Mittel, die für humanitäre Hilfe außerhalb der EU vorgesehen wären, würden nicht angezapft.

Nach Angaben der Vereinten Nationen warten derzeit 24.000 Flüchtlinge in Griechenland auf die Weiterreise. Am Montag hatten Hunderte an der Grenze zu Mazedonien festsitzende Migranten versucht, gewaltsam die Sperranlagen zum Nachbarland zu durchbrechen. Mehrere Staaten entlang der sogenannten Balkanroute, darunter Mazedonien und Österreich, lassen nur noch eine begrenzte Zahl von Flüchtlingen pro Tag nach Norden weiterziehen.