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26/09/2016

Europaminister Roth weist Trumps Kritik an Merkel zurück

EU-Außenpolitik

Europaminister Roth weist Trumps Kritik an Merkel zurück

Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt: Trump posaune "bar jeder Faktenlage Dinge hinaus"

[The Official CTBTO Photostream/Flickr]

Europaminister Michael Roth hat die Kritik des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump an Kanzlerin Angela Merkel und Deutschland zurückgewiesen.

Leider posaune Trump „bar jeder Faktenlage Dinge hinaus“, sagte Roth am Dienstag im Reuters-Interview. Wenn sich der Republikaner zuvor mit der Lage in Deutschland beschäftigt hätte, wüsste er, dass die Flüchtlinge eben nicht zu einem massenhaft Anstieg der Kriminalität geführt hätten.

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Ausdrücklich bekannte sich der SPD-Politiker dazu, Trump-Äußerungen zu kommentieren. „Wenn Kampagnen auf Ängsten, Lügen und Halbwahrheiten beruhen in Teilen, dann sollte man das auch klar benennen“, sagte er. Die US-Wahlen hätten Auswirkung auch für die internationale Staatengemeinschaft. „Insofern gilt das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Verhältnisse eines anderen Landes in einer globalisierten Welt nur noch sehr begrenzt“, sagte Roth. Vergangene Woche hatte der transatlantische Koordinator der Bundesregierung, Jürgen Hardt, das Außenministerium dafür kritisiert, sich in den US-Wahlkampf einzumischen.

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Trump hatte Deutschland bei der Vorstellung seines Sicherheitsprogramms am Montag als abschreckendes Beispiel angeführt. „Hillary Clinton will die Angela Merkel Amerikas werden“, warf er seiner demokratischen Rivalin mit Blick auf die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin vor. „Ihnen ist bekannt, welche Katastrophe diese Masseneinwanderung für Deutschland und das deutsche Volk war“, sagte er seinen Anhängern in Youngstown im Bundesstaat Ohio.