EU weitet Sanktionen gegen Nordkorea aus

Die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea nehmen zu. [fljckr/Flickr]

Die Europäische Union hat ihre Sanktionen gegen Nordkorea ausgeweitet. Die Mitgliedstaaten verhängten Einreiseverbote und Vermögenssperren gegen 13 weitere Verantwortliche und Organisationen, wie der Rat am Donnerstag in Brüssel mitteilte.

Betroffen ist unter anderem die nordkoreanische Staatsbank Foreign Trade Bank (FTB).

Grund sind die jüngsten Raketentests des Landes. Damit stehen nun insgesamt 160 Menschen und Organisationen auf der Schwarzen Liste der EU.

UN-Sicherheitsrat verurteilt Nordkoreas Raketentest

Einstimmig hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die erneuten Raketentests Nordkoreas verurteilt. Auf welchem Stand sich die atomaren Bemühungen des Landes genau befinden, ist unklar.

Anfang August hatte bereits die UNO ihre Strafmaßnahmen gegen Nordkorea verschärft. Der UN-Sicherheitsrat votierte einstimmig dafür, der Regierung in Pjöngjang Exporteinnahmen in Höhe von rund einer Milliarde US-Dollar (rund 843.000 Millionen Euro) zu entziehen. Dem stark isolierten asiatischen Land soll damit der Geldhahn zugedreht werden.

Nordkorea verkündet erfolgreichen Test von Interkontinentalrakete

Kurz vor dem G20-Gipfel hat Nordkorea nach eigenen Angaben erfolgreich eine Interkontinentalrakete getestet. Ziel sei es, damit die USA erreichen zu können.

Nordkorea hatte zuletzt Interkontinentalraketen getestet, die nach Angaben der Regierung Ziele auf dem US-Festland erreichen können.

In den vergangenen Tagen verschärfte sich daraufhin der Ton zwischen Washington und Pjöngjang deutlich. US-Präsident Donald Trump drohte damit, Provokationen mit „Feuer und Wut“ zu beantworten. Pjöngjang legte am Donnerstag seinerseits detaillierte Pläne für einen Raketenangriff auf Ziele vor der Pazifikinsel Guam vor, auf der die USA einen Luftwaffenstützpunkt unterhalten.

Trump droht Nordkorea mit "Feuer und Zorn"

Im Konflikt zwischen den USA und Nordkorea wächst nach einem verbalen Schlagabtausch beider Staatschefs die Furcht vor einer militärischen Eskalation.

Positionen

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