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28/09/2016

EU und Türkei erweitern 20 Jahre alte Zollunion

EU-Außenpolitik

EU und Türkei erweitern 20 Jahre alte Zollunion

Cecilia Malmström und der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci in Brüssel.

[EC]

Die EU und die Türkei haben sich auf eine Ausweitung ihrer vor 20 Jahren gegründeten Zollunion geeinigt. Ankara ist besorgt, durch das geplante Freihandelsabkommen TTIP weiter ins Abseits gedrängt zu werden.

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci vereinbarten am Dienstag einen Fahrplan, um Dienstleistungen, öffentliche Ausschreibungen und die meisten landwirtschaftlichen Produkte einzubeziehen. Brüssel sei entschlossen, die Zollunion „ins 21. Jahrhundert zu führen“, sagte Malmström.

Die Zollunion war 1995 als Vorbereitung der türkischen Bewerbung um eine EU-Mitgliedschaft aus der Taufe gehoben worden. Zehn Jahre später starteten dann die Beitrittsverhandlungen, die seit Jahren auf der Stelle treten.

Ankara ist nun besorgt, durch das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) weiter ins Abseits gedrängt zu werden.

„Die Türkei würde gern in der Liga der globalen Wirtschaftsmächte spielen“, sagte Zeybekci. „Deshalb würden wir gern beim TTIP-Prozess mitmachen.“ Diesen Wunsch erfüllt Brüssel den Türken allerdings nicht. Malmström sagte aber zu, Ankara über die jeweiligen Etappen zu informieren.

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