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27/09/2016

Erleichterte Einreise für Jugendliche aus Drittstaaten

EU-Außenpolitik

Erleichterte Einreise für Jugendliche aus Drittstaaten

EU gibt grünes Licht für Einreiseerleichterungen für Studenten und junge Forscher aus Drittstaaten

EU erleichtert Studenten und jungen Forschern aus Drittstaaten die Einreise.

Junge Leute aus Drittstaaten können künftig leichter zu Studien- oder Ausbildungszwecken in die Europäische Union einreisen. Eine entsprechende Richtlinie hat das Europaparlament am Mittwoch unter Dach und Fach gebracht. Ziel ist es, die Einreise- und Aufenthaltsbedingungen für Schüler, Studenten, Praktikanten, Nachwuchsforscher, Teilnehmer am Europäischen Freiwilligendienst sowie Au-pair-Mädchen EU-weit zu harmonisieren.

Sie können der Neuregelung zufolge leichter innerhalb der EU reisen – etwa für einen Schüleraustausch oder ein Gastsemester. Studenten aus Drittstaaten dürfen künftig neben dem Studium arbeiten, mindestens 15 Stunden pro Woche. Gastforscher dürfen ihre Familie mitbringen. Studenten und Forscher dürfen zudem nach Abschluss des Studiums oder des Forschungsauftrags noch neun Monate im Gastland bleiben, um nach einer Arbeit zu suchen.

Die EU werde dank dieser Neuregelung attraktiver für ehrgeizige und hochqualifizierte Studenten und Forscher aus Drittländern, betonte die Berichterstatterin, die schwedische Liberale Cecilia Wikström. Dies werde auch die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Universitäten verbessern.

Der Rat der 28 EU-Staaten hat die Vorlage bereits gebilligt, die damit in Kürze in Kraft treten kann. Anschließend haben die Mitgliedsländer zwei Jahre Zeit, um die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.