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11/12/2016

Erdogan liebäugelt mit Russland und China statt EU

EU-Außenpolitik

Erdogan liebäugelt mit Russland und China statt EU

Der Beginn einer innigen Freundschaft? Recep Tayyip Erdogan mit Wladimir Putin.

Foto: dpa

Die Türkei brauche keinen EU-Beitritt „um jeden Preis“, droht der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Stattdessen könne sich sein Land anderen Organisation anschließen.

Die Türkei braucht ihrem Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zufolge einen EU-Beitritt „nicht um jeden Preis“.

Stattdessen könne sich sein Land einem Sicherheitsblock asiatischer Staaten um China und Russland anschließen, sagte Erdogan zu Journalisten auf dem Rückflug von einem Besuch in Usbekistan und Pakistan. Mit einem Beitritt zu der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) könne die Türkei politisch deutlich freier agieren, sagte er der Zeitung „Hürriyet“ vom Sonntag zufolge. Er habe auch schon mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin darüber gesprochen. Die Türkei ist Nato-Mitglied und hat das zweitgrößte Heer des Militärbündnisses nach den USA.

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Der SCO gehören neben Russland und China auch die zentralasiatischen Staaten Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan an. Die Organisation wurde 2001 als regionaler Sicherheitsblock gegründet, mit dem Ziel eines besseren Schutzes vor Islamisten und Drogenschmugglern aus Afghanistan. Die Türkei hat wie Weißrussland den Status eines Gesprächspartners, der an Treffen auf Ministerebene ohne Stimmrecht teilnehmen darf.

Die Beitrittsgespräche zwischen der Europäischen Union und der Türkei stecken schon länger in einer Sackgasse. Das Vorgehen der türkischen Behörden unter anderem gegen Opposition und Medien nach dem Putschversuch hat den Streit zwischen beiden Seiten zusätzlich verschärft. In der EU mehrten sich zuletzt Forderungen, die Beitrittsgespräche auszusetzen.

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