EurActiv.de

Das führende Medium zur Europapolitik

22/01/2017

Deutsche und US-Bürger sehen ihre Länder weiter als Verbündete

EU-Außenpolitik

Deutsche und US-Bürger sehen ihre Länder weiter als Verbündete

In Deutschland schwindet die Unterstützung für das Freihandelsabkommen TTIP.

Foto: dpa

Die Bürger in Deutschland und den USA sehen ihre Länder trotz aktueller Differenzen nach wie vor als verlässliche Verbündete an. Allerdings sind die Auffassungen zu aktuellen Fragen durchaus unterschiedlich.

70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges halten 62 Prozent der Deutschen die USA für einen verlässlichen Partner, wie aus einer am Donnerstag von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichten Umfrage hervorgeht. 72 Prozent der US-Bürger haben demnach Vertrauen zu Deutschland.

Allerdings sind die Auffassungen zu aktuellen Fragen durchaus unterschiedlich. So sind etwa 59 Prozent der US-Amerikaner der Ansicht, dass der Kurs der EU gegenüber Russland nicht hart genug sei.

Dagegen meinen 62 Prozent der Deutschen, die aktuellen Maßnahmen seien „zu hart“ oder „gerade richtig“. Allerdings halten deutlich mehr als die Hälfte der Deutschen (57 Prozent) das Verhältnis zu den USA für wichtiger als das Verhältnis zu Russland.

In Deutschland schwindet laut der Studie zudem die Unterstützung für das Freihandelsabkommen TTIP. Nur noch 41 Prozent der Deutschen glauben demnach, dass das geplante Abkommen zwischen der USA und der EU gut für Deutschland wäre. Das sind 14 Prozentpunkte weniger als bei einer Erhebung vor einem Jahr.

In den USA gibt es dagegen kaum Veränderungen: Dort unterstützt die Hälfte der Befragten (50 Prozent) ein Abkommen mit der Europäischen Union.

Für die Studie wurden in Deutschland am 24. und 25. Februar 963 Menschen befragt, in den USA vom 26. Februar bis zum 1. März 1003 Bürger. Die Untersuchung wurde vom Pew Research Center in Washington in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Foundation North America vorgenommen.

Täglich informiert bleiben mit dem kostenlosen EurActiv-Newsletter