Deutsche Bank plant mehr Export-Finanzierung für Schwellenländer

Deutsche Bank: Richtungswechsel in Auseinandersetzung um Cum-Ex-Geschäfte. [Carsten Frenzl/Flickr]

Die Deutsche Bank setzt in der Handelsfinanzierung stärker auf Exporte in Afrika, Lateinamerika und dem Nahen Osten. Sie zielt damit auch auf einen harten Konkurrenten ab.

„Viele unserer Wettbewerber haben sich aus der Finanzierung in diesen Regionen zurückgezogen“, sagte der Leiter des Bereichs der Deutschen Bank, Daniel Schmand, am Mittwoch in Frankfurt. Vor allem kleinere Unternehmen hätten es immer schwerer, eine Finanzierung für Geschäfte in Entwicklungsländern, aber auch in Asien oder Osteuropa zu bekommen.

Die Deutsche Bank wolle in die Bresche springen: „Wir wollen nicht in eine Situation kommen, wo Unternehmen Handelsgeschäfte mit diesen Regionen nicht mehr finanzieren und abwickeln können, weil es keine Banken mehr gibt, die dazu bereit sind“, sagte Schmand.

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Bislang Commerzbank in Deutschland bei der Exportfinanzierung führend

Das Institut wolle seinen zweistelligen Marktanteil in dem Bereich sukzessive ausbauen, sagte Schmand. Die Deutsche Bank zielt damit vor allem auf die Commerzbank. Sie gilt in Deutschland bei der Exportfinanzierung als führend, hat ihr umfangreiches Netz von Korrespondenz-Banken im Ausland zuletzt allerdings ausgedünnt. Als weitere Konkurrenten nannte Schmand BNP Paribas, HSBC und Citi.

Die Deutsche Bank werde dafür in diesen Ländern innerhalb von drei Jahren 20 bis 30 zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag soll in die Informationstechnik investiert werden. Dabei gehe es vor allem um die Risikosteuerung und die Verwaltung von Sicherheiten.

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