Brexit: EU beharrt auf Bezahlung der Scheidungsrechnung

Jean-Claude Juncker

Großbritannien muss nach Aussage von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker seine Brexit-Scheidungsrechnung zahlen, bevor es Gespräche über das weitere Vorgehen gibt.

„Derzeit können wir keinen wirklichen Kompromiss finden, was die finanziellen Verpflichtungen von Großbritannien angeht”, sagte Juncker am auf einer Rede in Luxemburg. Deshalb werde er den Mitgliedsländern auf einem EU-Gipfel nächste Woche nicht die Aufnahme von Gesprächen über die zweite Phase empfehlen können.

Die britische Regierung hatte darum gepokert, dass parallel zu den Austrittsverhandlungen auch über die Beziehungen zur EU gesprochen wird, vor allem über ein Freihandelsabkommen.

Doch die EU beharrt auf belastbaren Fortschritten bei drei Kernthemen: Das sind neben verbleibenden Zahlungen an die EU der Grenzstatus zwischen dem EU-Mitglied Irland und Nordirland sowie Zusagen für EU-Bürger, die nach dem Brexit im Königreich weiter leben wollen.

"Sackgasse" beim Thema Geld: Fünfte Brexit-Verhandlungsrunde bringt kaum Fortschritte

EU-Chefverhandler Barnier teilte mit, beim EU-Gipfel kommende Woche könnten Gespräche über zukünftige Handelsbeziehungen noch immer nicht gestartet werden.