EurActiv.de

Das führende Medium zur Europapolitik

01/10/2016

Anschlag in Gaziantep: Hinweise auf Täterschaft des IS wachsen

EU-Außenpolitik

Anschlag in Gaziantep: Hinweise auf Täterschaft des IS wachsen

Blick auf die türkische Stadt Gaziantep

Foto: Valery Shanin / Shutterstock

Der bei dem Anschlag auf eine kurdische Hochzeitsfeier in der Türkei verwendete Sprengsatz offenbar vom selben Typ wie bei zwei Anschlägen des „Islamischen Staates“ im vergangenen Jahr.

Bei der Explosion in Gaziantep wurden mehr als 50 Menschen getötet und Dutzende verletzt. Unter den Opfern sind offiziellen Angaben zufolge auch mindestens 22 Kinder. Ein Regierungssprecher teilte mit, 22 der 51 getöteten Menschen seien jünger als 14 Jahre gewesen.

Ein ranghoher Vertreter der türkischen Sicherheitskräfte sagte, baugleiche Bomben seien auch bei den Anschlägen auf eine Friedenskundgebung in Ankara und im Grenzbezirk Suruc benutzt worden. Beide Anschläge wurden seinerzeit der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) zugeschrieben. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte bereits am Samstag den Verdacht geäußert, dass der IS hinter dem Anschlag auf die Hochzeitsfeier steckt. Als Täter wird ein zwölf bis 14-jähriges Kind vermutet.

Türkei fordert „Säuberung“ des Grenzgebiets zu Syrien vom IS

Die Türkei bekräftigte unterdessen ihre Forderung, dass die Grenzregion zu Syrien von der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) „komplett gesäubert“ werden müsse.

Sie werde weiterhin den Kampf gegen die Extremisten unterstützen, sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu. Am Vortag hatten syrische Rebellen einen Angriff auf die Grenzstadt Dscharablus angekündigt, um sie von den IS-Extremisten zu befreien.