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28/07/2016

Deutsche Unternehmen unzufrieden mit Geschäftslage in Afrika

Entwicklungspolitik

Deutsche Unternehmen unzufrieden mit Geschäftslage in Afrika

Viele Unternehmen sehen Hürden beim Afrika-Geschäft.

Viele Unternehmen sehen Hürden beim Afrika-Geschäft.

Ein Großteil der deutschen Unternehmen hadert mit dem Afrika-Geschäft, wie eine Umfrage zeigt. Gründe für die schlechte Lage sind oft politische Unsicherheit und schlechte Infrastruktur.

Nur zehn Prozent der deutschen Unternehmen bezeichnen ihre Geschäftslage auf dem afrikanischen Kontinent derzeit als gut, ergab eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft unter seinen 500 Mitgliedsfirmen. Dagegen erklären 55 Prozent die aktuelle Situation als befriedigend, 35 Prozent sogar als schlecht. Für das kommende halbe Jahr erwartet gut jedes dritte Unternehmen eine Besserung, während 55 Prozent mit stabilen Geschäften rechnen.

“Niedrige Rohstoffpreise, die politische Unsicherheit aufgrund einer großen Zahl von Wahlen, aber auch die starke Abwertung einiger afrikanischer Währungen haben die Stimmung bei den in Afrika tätigen Unternehmen gedämpft”, sagte der Vereinsvorsitzende Stefan Liebing.

So gibt jedes vierte Unternehmen die gefallenen Rohstoffpreise als größtes Hindernis für ihr Afrika-Geschäft an. Dadurch fehlen vielen Staaten wichtige Einnahmen, die sie etwa zum Ausbau ihrer Infrastruktur benötigen. Ebenfalls 25 Prozent der befragten Unternehmen nennen Schwierigkeiten bei der Finanzierung als größte Hürde.