EU-Umweltminister einigen sich auf Position für Pariser Klimagipfel

Welche Maßnahmen für den Klimaschutz und in der Energiepolitik machen im Sinne des Klimaschutzplanes 2050 Sinn? [Arno Hoyer/Flickr]

Die EU-Mitgliedsstaaten einigten sich auf eine gemeinsame Position für den bevorstehenden Weltklimagipfel in Paris. Mit diesem Mandat soll Europa eine „Vorreiterrolle“ in den Verhandlungen für ein globales Klimaschutzabkommen spielen.

Die EU-Umweltminister haben sich auf eine gemeinsame Position für die Pariser Weltklimakonferenz verständigt. Die EU-Staaten hätten „ein wirklich anspruchsvolles Verhandlungsmandat“ für das Treffen der Staats- und Regierungschefs ab Ende November verabschiedet, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Freitag in Brüssel. Damit sei die EU „in der Lage, auf der Pariser Konferenz eine Vorreiterrolle einzunehmen“.

Die Minister bekräftigten laut Hendricks einerseits eine Vereinbarung vom März, die Treibhausgasemissionen in der EU bis 2030 im Vergleich zum Jahr 1990 um 40 Prozent zu verringern. Darüber hinaus hätten sich die EU-Staaten auch darauf verständigt, ihre Klimaziele ab 2025 alle fünf Jahre zu überprüfen und wenn möglich zu verbessern. Ausgeschlossen sei, dass Klimaziele im Nachhinein wieder herabgesetzt würden, sagte Hendricks.

Zudem verweisen die Beschlüsse der Minister demnach auf die Erklärung der großen Industrienationen beim G-7-Gipfel vom Juni in Deutschland. Dort wurde „Dekarbonisierung der Weltwirtschaft im Laufe des Jahrhunderts“ beschlossen. Deutsches Ziel ist es, bis 2100 die CO2-Emissionen auf null herunterzufahren.

EU-Umweltkommissar Miguel Arias Cañete sagte, es sei „eine faire Vereinbarung“ gelungen, bei der aus der EU „alle an Bord sind“. Die EU-Staaten bekräftigten dabei auch, die ärmsten Länder dabei zu unterstützen, zum Kampf gegen den Klimawandel beizutragen.