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30/09/2016

Aufteilung des deutschen Strommarkts durch EU möglich

Energie und Umwelt

Aufteilung des deutschen Strommarkts durch EU möglich

EU-Kommission erwägt Aufteilung des deutschen Strommarkts

Die EU-Kommission erwägt laut einem Zeitungsbericht, Deutschland in zwei Strompreiszonen aufzuteilen.

Auslöser seien wachsende Ungleichgewichte in der Stromerzeugung, unter denen Deutschlands Nachbarländer litten, berichtete das „Handelsblatt“. Künftig könnte damit Strom in Süddeutschland teurer sein als in Norddeutschland.

Die Energiewende in Deutschland hat zu einem nicht mehr akzeptablen Problem für alle Nachbarländer geführt“, zitierte die Zeitung aus Kreisen der EU-Kommission. Dies sei auf Dauer nicht hinzunehmen.

Die Lage auf dem deutschen Energiemarkt sorgt dem Bericht zufolge im Ausland bereits für Ärger. „Alle Nachbarländer leiden, weil Deutschland im Norden völlig irrational Erzeugungskapazitäten aufbaut, ohne gleichzeitig ausreichend Netzkapazitäten zu schaffen“, heißt es laut „Handelsblatt“ in den Kommissionskreisen. Die Netzengpässe hätten etwa zur Folge, dass Dänemark keinen Strom nach Süddeutschland exportieren könne. Auch aus Ländern wie Polen und Belgien kämen Beschwerden.

Die Stromerzeugung in Deutschland driftet laut „Handelsblatt“ stark auseinander: Im windreichen Norden wird demnach weitaus mehr Strom produziert, als man dort verbrauchen kann. Im Süden Deutschlands hingegen gibt sind die Kraftwerkskapazitäten knapp. Mit dem Aus für die letzten Atomreaktoren, die überwiegend südlich der Mainlinie stehen, dürfte sich das Gefälle zwischen Nord und Süd weiter vergrößern, heißt es in dem Bericht.