115 neue Ladestationen für Elektroautos in Europa

Bislang nur etwas für den Stadtverkehr? Die Reichweite von E-Motoren und die Verfügbarkeit von Ladestationen war bislang ein Argument vieler gegen den Kauf eines E-Autos. Das soll sich nun ändern. [avda-foto/Flickr]

Wer ein Elektroauto besitzt, muss größere Fahrten minutiös planen. Bei einer durchschnittlichen Reichweite von 200 Kilometern sind Fahrer darauf angewiesen, dass ein gutes Netzwerk an Ladestationen besteht. Ein von der EU gefördertes Projekt sorgt nun für mehr als 100 neue Ladestationen in Europa.

Das Projekt „Central European Green Corridors“ hat vor allem das Ziel, Nord-Süd-Schneisen mit Ladestationen auszustatten, so etwa die Autobahnen zwischen München und Bratislava oder zwischen Wien und Ljubljana. Rund 20 neue Ladestationen stehen nun auf den je 520 und 400 Kilometer langen Strecken zur Verfügung.

„Die Central European Green Corridors ermöglichen es Nutzern von Elektrofahrzeugen, ihre Autos überall in Mitteleuropa zu laden. Damit wird die Nutzung energieeffizienter E-Autos alltagstauglicher und bequemer“, erklärte der Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland, Richard Kühnel. Ausbau und engere Verknüpfung des Ladestationen-Netzwerks seien wichtig, um auch in Deutschland Elektromobilität zu fördern.

Mindestquote für Elektroautos ab 2025?

Die EU-Kommission prüft einem Zeitungsbericht zufolge eine Mindestquote für Elektroautos.

Kompatibilität wichtig

Das Projekt kostet 7,1 Millionen Euro, die Hälfte davon übernimmt die Europäische Union. Koordiniert wird das Projekts vom österreichischen Stromunternehmen Verbund AG, das auch die Integration mit den IT-Systemen der Fahrzeughersteller regeln soll. „Die Zusammenarbeit von Fahrzeugindustrie und Energiewirtschaft ermöglicht die Entwicklung von Standards, die mit allen Fahrzeugen kompatibel sind“, sagt Eva Maria Plunger, Projektkoordinatorin von CEGC. So könne ein modernes Elektrofahrzeug in etwa 30 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen werden. Weitere Ladestationen sind demnach in Planung.