Schulz will SPD-Chef bleiben – unabhängig vom Wahlausgang

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will auch im Fall einer Niederlage bei der Bundestagswahl im September SPD-Vorsitzender bleiben. [Drop of Light/shutterstock]

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will auch im Fall einer Niederlage bei der Bundestagswahl im September SPD-Vorsitzender bleiben.

„Ich werde mich auf dem nächsten Parteitag natürlich um eine Wiederwahl bewerben“, kündigte Schulz bei einer Leserveranstaltung des Redaktionsnetzwerks Deutschland in Berlin an. Die SPD könne „längere Rhythmen“ in der Amtszeit ihrer Vorsitzenden ganz gut gebrauchen, fügte er am Montagabend an.

Das Zehn-Punkte-Wahlprogramm des Martin Schulz

Investitionen, Gerechtigkeit, Europa – Mit diesen Schwerpunkten will SPD-Kandidat Martin Schulz in den Wahlkampf ziehen. „Deutschland kann mehr“ heißt sein Motto.

Auch dem nächsten Bundestag will der SPD-Politiker unabhängig vom Wahlergebnis angehören, sofern er gewählt wird: „Es wäre doch unlogisch, dieses Mandat nicht anzunehmen“, sagte Schulz.

Der Kanzlerkandidat bricht am Dienstag zu einer zweitägigen Wahlkampftour durch Ostdeutschland auf. Auf dem Programm stehen Termine in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Knapp sieben Wochen vor der Bundestagswahl liegen Schulz und die SPD in Umfragen deutlich hinter der Union mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zurück.

Umfrage sieht CDU bei 40 Prozent

Die Union legt in Umfragen weiter zu und vergrößert den Abstand zur SPD.

Die Sozialdemokraten setzen darauf, dass viele Wähler noch unentschieden sind. Mit einer Vielzahl von Auftritten in Deutschland hofft Schulz, die politische Stimmung zu seinen Gunsten zu drehen. Neben den schwachen Umfragewerten muss die SPD aber einen weiteren Rückschlag verkraften: Die rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen verlor ihre Mehrheit, weil die bisherige Grünen-Abgeordneten Elke Twesten zur CDU wechselte.