Merkel will im Amt bleiben – ohne „Obergrenze“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): "Ich habe die feste Absicht, vier Jahre im Amt zu bleiben." [Foto: dpa (Archiv)]

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihr Vorhaben bekräftigt, im Fall ihrer Wiederwahl die gesamte kommende Legislaturperiode im Amt zu bleiben.

„Ich habe die feste Absicht, das genauso zu machen, wie ich es den Menschen gesagt habe“, sagte Merkel am Sonntag im ARD-„Sommerinterview“ mit Blick auf frühere Äußerungen, wonach sie für vier Jahre antrete. Allerdings gelte natürlich, dass wir „alle über unser Leben nur bedingt Verfügungsgewalt haben“.

Die Union und die Obergrenze: Uneinig ins Wahljahr

CSU-Vize Manfred Weber fordert für die Union einen „Wahlkampf aus einem Guss“ – allerdings wird nach seiner Einschätzung der Streit um eine Flüchtlings-Obergrenze fortbestehen. EURACTIVs Medienpartner „Der Tagesspiegel“ berichtet.

Eine Absage erteilte Merkel ein weiteres Mal den Forderungen aus der CSU nach einer Obergrenze für Flüchtlinge. „Also zur Obergrenze ist meine Haltung klar, ich werde sie nicht akzeptieren“, hob die CDU-Chefin hervor. Es gebe jedoch mit der CSU das gemeinsame Ziel, die Zuwanderung von Flüchtlingen zu verringern. Die Forderung nach der Obergrenze dürfte im CSU-„Bayernplan“ zur Bundestagswahl enthalten sein, über den die CSU-Spitze am Montag in München berät.