Deutschland 2008 fast ohne neue Schulden

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Für kurze Zeit konnte Deutschland beim Thema Staatsdefizit in Brüssel glänzen. 2008 hatte Deutschland 3,3 Milliarden Euro an neuen Schulden aufgenommen. Das sind nur 0,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Noch 2005 hatte Deutschland mit einem Haushaltsdefizit von 3,3 Prozent gegen den Euro-Stabilitätspakt verstoßen und seitdem den Wirtschaftsaufschwung genutzt, seine Neuverschuldung zu bremsen. Die Freude in Berlin und Brüssel war aber nur von kurzer Dauer. Deutschland wird 2009 und 2010 aufgrund der Konjunkturprogramme der Bundesregierung wieder mehr neue Schulden aufnehmen als von der EU erlaubt (Euractiv vom 5. Mai).

Der Schuldenstand ist in Deutschland bereits 2008 weiter angestiegen. Die Bundesrepublik war letztes Jahr mit 1,6 Billionen Euro verschuldet. Das entspricht einer Verschuldung von 65,9 Prozent des BIP. In anderen EU-Ländern ist die Situation allerdings noch kritischer. Italien hat die höchste Verschuldungsquote von 105,8 Prozent seines BIP.

Weiterführende Dokumente:

Eurostat: Bereitstellung der Daten zu Defizit und Verschuldung 2008 (22. April 2009)