Wirbelsturm „Irma“: EU verspricht Unterstützung

Die USA: Vn Naturkatastrophen geplagt. [U.S. Geological Survey/flickr]

US-Präsident Donald Trump hat wegen Hurrikan „Irma“ den Katastrophenfall für Florida ausgerufen. Damit machte der Weg frei für Notfallhilfen des Bundes frei. Auch die EU sagte Unterstützung zu.

„Irma“ traf im Westen Floridas erneut auf Land. Gegen 21.35 Uhr MESZ erreichte der Wirbelsturm Marco Island nahe der Stadt Naples, wie das US-Hurrikanwarnzentrum NHC mitteilte. Der Sturm habe Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Stundenkilometern erreicht. Kurze Zeit später wurde er von Kategorie drei auf Kategorie zwei heruntergestuft. Auch viele Karibikinseln sind heftig betroffen.

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Die Lage sei aber weiter „lebensbedrohlich“, erklärte das NHC. Gegen 23 Uhr MESZ war das Auge des Hurrikans demnach mit Spitzengeschwindigkeiten von 177 Stundenkilometern acht Kilometer nördlich von Naples. „Irma“ war am Morgen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Stundenkilometern erstmals auf die Südspitze Floridas getroffen. Immer mehr Einwohner und Unternehmen in Florida sind von der Stromversorgung abgeschnitten. Inzwischen seien fast vier Millionen Kunden betroffen, wie die lokalen Energieversorger mitteilten. Mehreren Millionen weiteren Kunden drohe dies ebenfalls. Die vollständige Wiederherstellung der Stromversorgung könne Wochen dauern.

Nun kündigte die EU an,die durch den Wirbelsturm getroffenen Inseln in der Karibik zwei Millionen Euro bereit zu stellen. Die „Ersthilfe“ gehe an die am stärkten betroffenen
Gebiete, teilte die EU-Kommission mit. Sie solle zur Wiederherstellung der Wasser- und Gesundheitsversorgung sowie von Abfallbeseitigung und Logistik eingesetzt werden. Die Kommission stellte zudem weitere Finanzhilfen für den Wiederaufbau in Aussicht.
„Hurrikan ‚Irma‘ hat eine Spur der Verwüstung in vielen Ländern hinterlassen“, erklärte der für humanitäre Hilfe zuständige Kommissar Christos Stylianides. Er kündigte „volle Solidarität“ mit
allen betroffenen Menschen in der Karibik und den USA an, wo der Sturm am Sonntag den Bundesstaat Florida erreicht hat.

Zuvor hatte US-Präsident Trump bereits den Weg für Bundeshilfen für die betroffenen US-Gebiete freigemacht. Bewohner und Unternehmen können sich nun beispielsweise um Zuschüsse bewerben – etwa für Hausreparaturen oder für vorübergehende Unterkünfte. Zugleich ordnete Trump an, den Bezirken (Counties) mit Bundesmitteln unter die Arme zu greifen. Sie sollen etwa einen Großteil der Gelder erstattet bekommen, die sie für Maßnahmen wie Evakuierungen oder die Beseitigung von Trümmern aufwenden müssen.

Trump kündigte an, er werde „sehr bald“ nach Florida reisen. Er hatte sich am Wochenende vorübergehend in Camp David aufgehalten, wo er laufend über die Lage im Sturmgebiet informiert wurde. Erst kürzlich hatte Trump die Bundesstaaten Texas und Louisiana besucht, in denen der Hurrikan „Harvey“ Ende August eine Spur der Verwüstung hinterlassen hatte.