Österreich: Familienfreibetrag im Clinch mit Millionärssteuer
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Im Bundeskanzleramt zu Wien hängen prächtige Luster. Warum nicht auch in einem Europaministerium? Foto: BKA
Aktuell - Montag 2 Juli 2012 - Österreich
Die Zustimmung zu stärkerer EU-Krisenfeuerwehr geht quer durch alle Altersgruppen. 43 Prozent für gleichbleibendes, 27 Prozent für höheres EU-Budget. ÖGfE-Generalsekretär Paul Schmidt analysiert die Umfrageergebnisse.
Mehr als die Hälfte der Österreicher würden Kompetenzen an die Europäische Union abgeben, um die Finanz- und Schuldenkrise zu bewältigen. "Die Österreicher erkennen, dass die aktuellen Probleme nur gemeinsam auf EU-Ebene gelöst werden können. Alleine sind diese nicht zu meistern", sagt Paul Schmidt, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE).
Gemäß einer aktuellen Umfrage der ÖGfE sind 53 Prozent der Befragten dafür, der EU mehr Kompetenz zu übertragen, 34 Prozent sind dagegen.
Insbesondere die Österreicherinnen unterstützen eine stärkere
EU-Krisenfeuerwehr: 57 Prozent sind dafür, 29 Prozent dagegen. Bei
den Männern stimmten 49 Prozent für mehr Kompetenzübertragung an die
EU und 40 Prozent dagegen. "Bislang waren Frauen bei
europapolitischen Themen meist skeptischer. Unsere aktuellen
Umfrageergebnisse zeigen hier einen Stimmungswandel", erklärt
Schmidt.
"Auffallend ist auch, dass die Zustimmung zur Kompetenzübertragung
altersunabhängig ist", betont Schmidt. "In jeder Altersgruppe
überwiegen bei der Frage nach Abgabe von Kompetenzen die
Befürworter."
43 Prozent wollen weder eine Kürzung noch ein Erhöhung des
EU-Budgets, für ein höheres Budget sprechen sich 27 Prozent der
Befragten aus, eine Kürzung befürworten insgesamt 15 Prozent der
Befragten. "Gerade die jungen Österreicher sind eher bereit, mehr
Geld für die EU auszugeben", erklärt Schmidt. 42 Prozent der bis
25-Jährigen und 38 Prozent der 26 bis 35-Jährigen sind für mehr
Budget (dagegen sind jeweils 10 Prozent bzw. 12 Prozent). Bei den
über 65-Jährigen sind 22 Prozent dafür und 47 Prozent dagegen.
Schmidt resümiert: "Die Umfrageergebnisse sollten die österreichische Politik dazu ermutigen, noch stärker als bisher europapolitische Themen aufzugreifen."
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