Amerikanische Filme dominieren europäische Bildschirme [DE]

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Amerikanische Filme dominieren noch immer mit überwältigender Mehrheit die europäischen Bildschirme, aber europäische Produktionen haben ihren Marktanteil erweitert, so eine Studie die Anfang dieser Woche publiziert wurde. 

Während das amerikanische Programm in Europa abnimmt, haben europäische Fernsehproduktionen und europäische Filme ihre Präsenz in den Fernsehprogrammen des gesamten Kontinents verstärkt, so der zweite Band  der Europäischen Beobachtungsstelle für audiovisuelle Medien.

Die Studie deckt Fernsehserien, Fernsehfilme, Spielfilme, Kurzfilme und Zeichentrickfilme ab, die von 124 Sendern in 13 europäischen Ländern ausgestrahlt wurden.

Sie fand heraus, dass Europäische Fiktion in jeglichem Format, einen Anteil von 39,1 Prozent am EU-Fernsehprogramm von 2007 hatte, das der Studie als Referenzjahr diente. Dies war ein Anstieg gegenüber 37,6 Prozent im Jahr 2006 und 36,1 Prozent im Jahr 2005. Unterdessen fiel der Anteil an nicht-europäischen Programmen auf 60,9 Prozent auf, gegenüber 62,4 Prozent und 63,9% in den beiden Vorjahren.
US-Produktionen immer noch vorherrschend

US-Filme noch immer dominierend...

Dennoch dominieren US-Produktionen weiter den Markt. Sie machen fast 60  Prozent der Serien- und Soaps, 55,7 Prozent der Spielfilme, 49,3 Prozent der Fernsehfilme und 45,4 Prozent der Zeichentrickproduktionen aus. 

Die Zahl der europäischen Produktionen teilt sich in ausschließlich nationale Fiktion (14,7 Prozent), nicht-nationale Fiktion (10,4 Prozent), inter-europäische Koproduktionen (4,3 Prozent) und europäische Koproduktionen mit Drittländern (9,7 Prozent). 

…aber Anteil Europas wächst

Europäische Filme haben die beträchtlichsten Anstiege verzeichnet, jedoch gab es je nach Format noch Variationen. Der Marktanteil der Kurzfilme stieg von 56,9 Prozent im Jahr 2006 auf 70,6 Prozent an, gefolgt von Zeichentrickfilmen.  Europäische Fernsehfilme und Serien verzeichneten auch kleinere Anstiege. 

Die Studie zeigt, dass nationale Produktionen letztendlich, zum Nachteil ausländischer Produktionen, ihren Anteil erhöhen würden. Dies geschähe auch mit einem proportional wachsenden Anteil von Produktionen, die mit Drittstaaten gemacht werden.

Allerdings gibt es extreme Unterschiede in den einzelnen Ländern. In Frankreich, zum Beispiel, ist mehr als die Hälfte aller Produktionen, die 2007 gesendet wurden europäischen Unsprungs (56,6 Prozent), während in Schweden und Dänemark die Zahlen nur ein Drittel davon betragen (29,3 Prozent und 19 Prozent). Der Anteil der komplett nationalen Produktionen ist in Frankreich und Großbritannien am höchsten. 

Trotzdem hat die Studie auch herausgefunden, dass der Anteil von europäischen Produktionen außerhalb der nationalen Märkte ebenfalls zugenommen hat. Am besten würden Produktionen mit Spielfilmlänge und Kurzfilme abschneiden. 

 

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