Urlauber werden sich vermutlich in diesem Sommer über niedrigere Handyrechnungen freuen können, nachdem das Parlament einen Kompromiss unterstützt hat, der mit den Mitgliedstaaten zur umstrittenen Roaming-Verordnung gefunden wurde. Mobilfunkanbieter beklagten, dass diese Entscheidung die Folge einer ‚populistischen Agenda’ sei.

In einer Abstimmung im Plenum am 23. Mai 2007 haben die Europaabgeordneten einen Kompromisstext verabschiedet, der mit dem Rat erarbeitet wurde, der die Gebühren für im Ausland getätigte und empfangene Telefonate kürzen soll. Laut des Kompromisses werden die Roamingtarife in drei Schritten gesenkt werden:

  • Getätigte Anrufe werden auf 0,49 Euro gesenkt (0,24 Euro für eingehende Anrufe), direkt nachdem die Verordnung im Amtsblatt veröffentlicht wurde;
  • 2008: die Gebühren werden auf 0,46 Euro für getätigte Anrufe gesenkt (0,22 Euro für eingehende Anrufe), und;
  • 2009: die Gebühren werden auf 0,43 Euro für getätigte Anrufe gesenkt (0,19 Euro für eingehende Anrufe).

Gleichzeitig wird das Großkundenentgelt, das Betreiber einander für die Verbindung eines Anrufs in Rechnung stellen, auf 0,30 Euro pro Minute im ersten Jahr und 0,26 Euro pro Minute im Jahr 2009 gesenkt werden.

Weiterhin wurde eine Einigung dahingehend gefunden, dass Betreiber ihre Roamingtarife für alle Nutzer senken müssen, anstatt nur für diejenigen, die dies anfordern. Spätestens drei Monate, nachdem die Verordnung in Kraft getreten ist, wird diese Regelung umgesetzt werden.