Iran: Kalter Krieg als Alternative zum Militärschlag
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Der russische Generalstabschef Nikolai Makarow (M) plant gemeinsam mit dem EU-Militärausschuss eine Task-Force zur besseren Abstimmung beim Kampf gegen Piraten und bei Friedenseinsätzen. Foto: NATO
Aktuell - Montag 6 September 2010 - Globales Europa
Die Europäische Union will ihre Kooperation mit Russland im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich intensivieren. Der Leiter des EU-Militärausschusses, Hakan Syren, erklärte in Moskau, dass die militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und der EU erst anfange, jedoch "fruchtbar" sein werde.
Die "Rossijskaja Gaseta" berichtete am Montag (6. September 2010) über Verhandlungen in Moskau. Der russische Generalstabschef Nikolai Makarow und der Leiter des EU-Militärausschusses, Hakan Syren, vereinbarten eine bessere Abstimmung der EU und Russland bei Friedenseinsätzen und beim Kampf gegen Piraterie.
Bei den Verhandlungen erörterten hochrangige Offiziere die Methoden zur Bekämpfung der Piraten, Friedenseinsätze nebst humanitärer Hilfe, die Raketenabwehr und die Kürzung der konventionellen Waffen in Europa sowie andere Fragen der globalen Sicherheit. Der schwedische General Syren hatte seinen ersten offiziellen Besuch in Russland abgestattet. Anfang des Jahres hatten sich die beiden Generäle im NATO-Hauptquartier getroffen. Ihr Moskauer Gespräch war eine Fortsetzung.
"Wir messen den gemeinsamen Handlungen von Russland und der EU große Bedeutung bei. Wir haben viele Fragen angehäuft, die gemeinsam erörtert werden müssen, damit unsere und eure Position klarer wird", sagte Makarow.
Syren unterstützte ihn und sagte, dass die militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und der EU erst anfange, jedoch fruchtbar sein werde. Russische und europäische Militäreinheiten führen bereits jetzt Friedensoperationen durch und bekämpfen Piraten vor Somalia und in Tschad.
Die Presse durfte dem Gespräch der Generäle nicht beiwohnen. Doch die Auswahl der Themen deutete darauf hin, dass die russische Seite mit hochrangigen Offizieren besetzt war. Im Team des Generalstabschefs waren unter anderem dessen neuer Stellvertreter Valeri Gerassimow, der Leiter des Fliegerkommandos der Luftstreitkräfte Tschernjajew und der erste Vizechef des Marine-Hauptstabs Burzew beteiligt.
Des Weiteren war geplant, dass Syren auch der Schützenbrigade "Taman" in Alabino bei Moskau einen Besuch abstattet und Makarow seinem Kollegen über die umfassenden Veränderungen der russischen Armee berichten wird. General Gerassimow sprach darüber kurz mit Journalisten. Die Entstehung des Wehrkreises West war der erste Schritt zu einem modernisierten Kommandosystem. Diesem Wehrkreis sollen die Wehrkreise Süd, Mitte und Ost folgen. Das soll zwei Monate vor der von Präsident Dmitri Medwedew festgelegten Frist, nämlich bis zum 1. Oktober 2010, geschehen.
RIA Novosti / dto
Militärausschuss der Europäischen Union (EUMC):
Website
EurActiv.de:
Westerwelle: EU muss militärische Fähigkeiten aufteilen (6. September 2010) 
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