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Roboter stehen im Fokus eines Forschungsprojekts, das sich um EU-Fördermittel in Höhe von einer Milliarde Euro bewirbt. Foto: CA-RoboCom

Roboter stehen im Fokus eines Forschungsprojekts, das sich um EU-Fördermittel in Höhe von einer Milliarde Euro bewirbt. Foto: CA-RoboCom

Aktuell - Freitag 15 Juni 2012 - Forschung und Innovation

EU-Forschungswettbewerb

Zukunftstechnologien: Endspurt im Rennen um eine Milliarde Euro

Innerhalb der nächsten sechs Monate wird über EU-Fördermittel für Großprojekte in der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) entschieden. Es geht um eine Milliarde Euro. Zur Auswahl stehen unter anderen Roboter als Begleiter und weltumspannende Informationssysteme, die Naturkatastrophen und menschliche Konflikte voraussagen könnten.

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Sechs sogenannte zukünftige und aufkommenden Technologien ("Öffnet externen Link in neuem Fensterfuture and emerging technologies" - FET) aus dem IKT-Sektor liefern sich einen Wettstreit um eine jährliche Unterstützung von bis zu 100 Millionen Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren. Zumindest ein Projekt erhält das Geld mit Sicherheit. Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass mehr als zwei Wettbewerber die Gesamtfördersumme von einer Milliarde unter sich aufteilen werden, hieß es gegenüber Öffnet externen Link in neuem FensterEurActiv.

Jeder Wettbewerber wird von mehreren universitären Forschungsfakultäten und der privaten Wirtschaft unterstützt wird. Bei einer Vorauswahl wurden sechs Forschungsprojekte ausgewählt, die am Wettbewerb teilnehmen.

Die Bewerber


Das Öffnet externen Link in neuem FensterHuman-Brain-Project (HPS) hat das Ziel, auf der Grundlage des menschlichen Gehirns, moderne Informations- und Kommunikationstechnologien zu optimieren. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse wären auch von großem Wert für die Medizin und Neurowissenschaft.

Die künstlich hergestellte Substanz Graphen steht im Mittelpunkt des Öffnet externen Link in neuem FensterGraphene-CR-Projects. Dabei handelt es sich um eine modifizierte Form von Kohlenstoff, mit extrem hoher Leitfähigkeit. Gängige Informations- und Kommunikationstechnologien könnten damit entscheidend verbessert und beschleunigt werden.

Öffnet externen Link in neuem FensterGuardian Angel beschäftigt sich mit der Entwicklung autonomer, selbstdenkender Systeme, welche die sensorischen und verarbeitenden Fähigkeiten von Menschen unterstützen sollen. Diese Systeme sollen sich zudem mit Hilfe von "energy scavenging" selbst mit Strom versorgen können.

Das Projekt Öffnet externen Link in neuem FensterITFoM (The IT Future of Medicine) dient der Entwicklung von Systemen, die in der Lage wären, detaillierteste Informationen über Anatomie, Physiologie und das Genom von Menschen zu sammeln. Damit wäre es möglich, Therapien individuell den genetischen Gegebenheiten eines jeden Patienten anzupassen.  

Öffnet externen Link in neuem FensterFutur ICT möchte global Daten über Menschen, Gesellschaften und die Natur und dabei deren Wechselwirkungen und Muster erfassen. Wissenschaftler könnten diese Daten nutzen, um Naturkatastrophen vorauszusagen,  grenzüberschreitende Konflikte zu managen, oder diese eventuell sogar vorherzusagen.  

Roboter stehen im Fokus des Projekts Öffnet externen Link in neuem FensterCA-RoboCom. Diese sollen Menschen bei der Verrichtung alltäglicher Aufgaben, zum Beispiel im Haushalt unterstützen. Die Roboter sollen aber auch in der Lage sein, ihre Umgebung wahrzunehmen und gefühlsähnliches Verhalten an den Tag zu legen.

Entscheidung Anfang 2013


Diese sechs Programme haben bereits eine einjährige Pilot-Phase hinter sich und arbeiten nun ihre Anträge aus. Bis Ende Oktober 2012 müssen die kompletten Anträge vorliegen. Die endgültige Entscheidung wird Anfang 2013 fallen. Gegenüber EurActiv hieß es, dass es "noch keinen frühen Favoriten" geben würde. "Die Munition sparen sich alle für die Anträge auf".

Das Auswahlverfahren ist kompliziert und läuft auf mehreren Ebenen ab. Zuerst werden die Programme von einem unabhängigen wissenschaftlichen Beratungskomitee der EU-Kommission begutachtet. Die letztendliche Entscheidung liegt aber bei den Delegierten der Mitgliedsstaaten.

Bei diesem Wettbewerb haben solche Ideen die besten Chancen sich durchzusetzen, die auf eine breite Unterstützung möglichst vieler Mitgliedsstaaten und des privaten Sektors hoffen können. Mit Blick auf die aktuellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten in der Euro-Zone hätten auch solche Projekte einen Vorteil, die Wachstumsimpulse setzen könnten.       
 
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EurActiv Brüssel: Öffnet externen Link in neuem FensterBillion-euro research race enters closing stage (14. Juni 2012)

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