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Forschung und Innovation


Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Wissenschaft und Innovation, stellt heute die neuen Ideen der Kommission vor, wie Forschungsgelder effektiver genutzt werden sollen. Foto: dpa

Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Wissenschaft und Innovation, stellt heute die neuen Ideen der Kommission vor, wie Forschungsgelder effektiver genutzt werden sollen. Foto: dpa

Aktuell - Freitag 10 Juni 2011 - Forschung und Innovation

EU-Forschungsförderung

Neuer Fördertopf für Europas Forschung

Klimawandel, Energie, Gesundheit und Mittelstand - auf diese Kernthemen möchte sich die EU-Kommission mit ihrer künftigen Forschungsförderung konzentrieren. Das Programm erhält einen neuen Namen und soll die bisherigen Probleme bei der Nutzung von EU-Geldern lösen.

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Neuer Name, neues Programm: Das Opens external link in new windowForschungsrahmenprogramm (FRP), dessen 7. Auflage 2013 ausläuft, soll künftig neue Schwerpunkte in der europäischen Forschungsstrategie setzen. Dazu gibt es auch einen neuen Namen für das Programm. Die EU-Kommission rechnet bereits mit hitzigen Debatten, die der neue Fördertopf auslösen wird.

Der neue Name und die Grundzüge des künftigen Programms werden heute bei einer Konferenz in Brüssel vorgestellt, an der Vertreter von Universitäten und nationalen Forschungsinstituten, Regierungsvertreter und Unternehmenschefs teilnehmen.

Die Kommission wird wahrscheinlich noch in diesem Jahr ein Weißbuch zur künftigen Forschungsstrategie der EU veröffentlichen. Das Weißbuch soll definieren, wie die Forschungsgelder unter dem neuen Programm zugewiesen werden. Hintergrund ist der Versuch, die mehreren hundert bisher existierenden Struktur- und Kohäsionsprogramme unter einem gemeinsamen Schirm zu bündeln.

Offene Baustellen


Die EU-Kommissarin für Forschung, Wissenschaft und Innovation, Máire Geoghegan-Quinn, wird auch auf die Einsendungen antworten, die die Kommission im Laufe der Opens external link in new windowKonsultation über das CSF erhalten hat.

Die Richtung für das neue Strategieprogramm gibt nach Angaben von EU-Beamten der Opens external link in new windowBericht über die Wettbewerbsfähigkeit der Innovationsunion 2011 vor, der gestern von der Kommission veröffentlicht wurde.

Dieser Bericht gebe die Prioritäten für das neue Strategieprogramm der Kommission wieder, sagte ein EU-Beamter. "Die Menschen fordern von der EU, dass sie die großen Herausforderungen angeht und dazu gehören Gesundheit, Energie, Mittelstand und Klimawandel. Und dazu sollen auch die Fördertöpfe eingesetzt werden", fügte er hinzu.

Der Bericht macht deutlich, dass die Bildungssysteme dem Innovationsbedarf der Wirtschaft angepasst und kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mehr unterstützt werden müssen.

Gefordert wird auch, bestehende Geschlechterunterschiede in Wissenschaft und Forschung zu verringern sowie weitere Forschungsanstrengungen zu unternehmen, um den Klimawandel zu stoppen.

Private Forschungsinvestitionen


Dem Bericht zufolge waren bisher vor allem die Forschungsinvestitionen von privaten Unternehmen eine große Schwäche in Europa. Im Vergleich zu Südkorea oder Japan fließt in Europa nur halb so viel Geld aus dem Privatsektor in die Forschung.

Bürokratie und Ineffizienz


Am Mittwoch verabschiedeten die EU-Parlamentarier eine Opens external link in new windowEntschließung zur Zwischenbewertung des siebten Rahmenforschungsprogramms. Die größten Probleme sind demnach zu komplexe Verwaltungsstrukturen, Bürokratie, fehlende Transparenz und ungerechtfertigte Verzögerungen.

In dem Beschluss werden Kommission und Mitgliedsstaaten dazu aufgefordert, die Kooperation und Koordination zwischen den verschiedenen nationalen und europäischen Förderprogrammen zu verbessern.

Kritik deutscher Forscher


Auch deutsche Forscher sehen einen dringenden Reformbedarf der EU-Förderstrategie. Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat im aktuellen Jahresgutachten 2011 eine lange Mängelliste aufgeführt: Zu viele EU-Entscheider, komplexe Antragsbürokratie, Doppelfinanzierungen, unangemessene Zielvorgaben, fehlende Koordinierung oder Managementversagen bei Großprojekten (Opens external link in new windowEurActiv.de vom 25. Februar 2011).

EurActiv/mas

Der englischsprachige Originalbeitrag zu diesem Thema erschien auf Opens external link in new windowEurActiv.com.

Links


EU-Parlament: Opens external link in new windowEntschließung des Europäischen Parlaments zu der Zwischenbewertung des 7. Rahmenprogramms der Europäischen Union für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (8.Juni 2011)

EU-Kommission:
Opens external link in new windowConsultation: Green Paper on a Common Strategic Framework for future EU Research and Innovation Funding (englisch)

EU-Kommission: Opens external link in new windowInnovation Union Competitiveness Report 2011 (englisch)

EU-Kommission: Opens external link in new windowGrünbuch zur Entwicklung einer gemeinsamen Strategie für die EU-Finanzierung von Forschung und Innovation (9. Februar 2011)

EU-Kommission: Opens external link in new windowLeitinitiative der Strategie Europa 2020 - Innovationsunion (6. Oktober 2010)

BMBF: Opens external link in new windowDokumente des 7. Forschungsrahmenprogramms 

Mehr zum Thema auf EurActiv.de

Opens external link in new windowKritik der EFI-Experten an EU-Forschungsstrategie (25. Februar)

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