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Die Deutschland-Vertretung der Europäischen Kommission war am Freitag nicht wiederzuerkennen: Die Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) - von Albanien bis zur Ukraine - machten ein "World Café" daraus (Foto: JEF)
Aktuell - Freitag 9 April 2010 - Erweiterung und Nachbarn
Knapp hundert junge Leute der Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) aus zwanzig Ländern debattieren zur Zeit vier Tage lang in Berlin über Europa – unter anderem auch über Medien, wobei die Teilnehmer großes Interesse an der Deutschland-Redaktion von EurActiv zeigten.
Auch wenn das Berlin-Seminar am Freitag unter dem Dach der Deutschland-Repräsentanz der Europäischen Kommission (neben dem Brandenburger Tor in Berlin) seinen Start hatte, geht das Spektrum der Teilnehmer über die EU-Grenzen hinaus. Die Berlin-Gäste, meist Studenten, kamen nicht nur aus alten und neuen EU-Ländern, sondern auch aus Nicht- oder Noch-nicht-Mitgliedsländern wie Albanien, Kosovo, Moldawien, Norwegen, Serbien, der Türkei und der Ukraine.
Die Themenpalette des Treffens umfasst alle Bereiche, die auch in Brüssel aktuell im Mittelpunkt stehen und die in EurActiv.de abgehandelt werden. Da geht es um die Krise des Euro, aber auch um die rasant zunehmende weltweite Verflechtung von Gesellschaften einerseits und die Zukunft von Nationalstaaten andererseits. Die Jungen Europäischen Föderalisten erörtern, ob die Demokratie durch die Kompetenzverlagerung auf eine supranationale Ebene gefährdet wird oder neue Möglichkeiten erfährt; was Europa in Sachen Klimaschutz nach dem Gipfel von Kopenhagen tun kann; was nach der Finanzkrise kommt, wenn der nachhaltige Umbau der Weltwirtschaft ausbleibt; wie globale Kultur und regionale Identität zusammenpassen; wie die EU-Außenpolitik am Beispiel der EULEX-Mission in Kosovo aussieht und so weiter.
Die Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) sind die überparteiliche Jugendbewegung Deutschlands, die sich seit 60 Jahren für ein vereintes Europa mit föderalen Strukturen einsetzt. Im internationalen Netz der Jeunes Européens Fédéralistes umfasst die JEF mehr als 25.000 Mitglieder in über 30 Ländern Europas.
Das Programm entstand in Kooperation mit der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, der Hertie School of Governance, der Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag und dem Europaverband der JEF. Als Gesprächspartner standen den jungen Europäern mehrere politische Institutionen zur Verfügung, auch EurActiv.de war eingeladen.
Beim World Café am Freitag zeigten die Teilnehmer großes Interesse an der täglichen Arbeit von EurActiv.de (Berlin), EurActiv.com (Brüssel) und dem gesamten EurActiv-Netzwerk mit mittlerweile elf Redaktionen in elf Ländern. Viele Fragen an EurActiv.de bezogen sich übrigens auf Praktikumsplätze.
ekö

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