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Lesen Sie weiterEurActiv Award zum zehnten Geburtstag von EurActiv.com (hier Gründer Christophe Leclercq) (Foto: Simon Harik)
Aktuell - Donnerstag 30 Juli 2009 - Europa 2020 und Reformen
Mehr als 60 Nominierungen sind bisher für die EurActiv Awards eingegangen, und die Zusammensetzung der hochkarätigen Jury steht fest. Die Juroren werden die besten Aktivitäten für europäische Debatten auf nationaler Ebene auswählen. Nominierungen sind noch bis 15. September möglich.
Zu den Nominierten gehören Einzelpersonen, aber auch Organisationen und öffentliche Einrichtungen. Sie haben Ideen umgesetzt, wie die Europapolitik in den einzelnen Ländern zum öffentlichen Debattenthema wird. Die Ideen reichen von künstlerischen Beiträgen bis hin zu Initiativen ehemaliger Politiker. (Siehe nominationshttp://euractivawards09.blogactiv.eu/)
Der Umweltfilm “Home” und eine Plattform für Europajournalisten finden sich unter den Einreichungen ebenso wie Blogger über EU-Themen, ein früherer belgischer Ministerpräsident, das Europäische Jugendparlament, ein irisches Onlineforum für gesellschaftliche Basisdebatten, ein türkischer Verband von Unternehmerinnen, ein Belarus-Europa-Projektteam oder eine Stiftung zur Förderung der französischen Zivilgesellschaft.
Preisverleihung am 12. November
Die Gewinner werden in einer feierlichen Preisverleihung (prize ceremony) bekannt gegeben. Die Zeremonie wird am 12. November im Europäischen Parlament stattfinden. Im Anschluss an die Preisverleihung findet eine Debatte mit prominenten Teilnehmern über die EU-Prioritäten statt.
Wenige Wochen zuvor (am 2. Oktober) wird das zweite irische Referendum über den Lissabon-Vertrag abgehalten worden sein. Somit fällt die EurActiv-Debatte in eine Zeit, in der die neuen Europaparlamentarier ihre Noten über die Kommunikationspolitik der EU vergeben.
Schwindendes Interesse
In den vergangenen Jahren hat die Europäische Kommission bereits mehrere Initiativen gestartet, mit denen der wachsende Vertrauensverlust und das schwindende Interesse der europäischen Bürger am Projekt EU angepackt werden sollten.
Gemäß Plan D des Jahres 2005 (siehe 'Plan D'), der nach dem Nein der Franzosen und Niederländer zum EU-Verfassungsentwurf gemacht wurde, entstand 2006 ein Weißbuch (siehe White Paper) über die europäische Kommunikationspolitik. Die bisher letzte Initiative der EU, 'Debate Europe', wurde im Frühjahr 2008 in die Welt gesetzt, weit vor den Europawahlen 2009.
Rekordtief bei Wahlbeteiligung
Trotz all dieser Initiativen war die Wahlbeteiligung bei der letzten Europawahl die niedrigste in der Geschichte des EU-Parlaments. Das Rekordtief von 43,4 Prozent zeigte, dass nach wie vor die Europäer von EU-Themen alles andere als begeistert sind.
Pat Cox, ehemaliger Präsident des Europaparlaments und Mitglied der VIP-Jury für die EurActiv Awards, betonte, dass die nationalen und lokalen Debatten über Europapolitik weitgehend noch in den Kinderschuhen steckten, dass es jedoch quer durch Europa eine Reihe von großartigen Initiativen gebe, mit denen solche Debatten angeregt werden.
Anerkennung für Ideen
„Die EurActiv Awards wollen die Aufmerksamkeit auf diese Aktionen lenken und die Bemühungen von Einzelpersonen und Organisationen anerkennen, die die Bürger in die Mitgestaltung von Europas Zukunft einbeziehen“, erklärte Cox.
Unter den Juroren ist auch der noch amtierende Kommissions-Vizepräsident und Europaparlamentarier Günter Verheugen. Ferner werden auch führende Repräsentanten von Think Tanks, Institutionen und Zivilgesellschaften mitmachen.
Namhafte Sponsoren und Partner
Die Awards, die Preisverleihung im November und die Diskussionsveranstaltung werden von EURid gesponsert, die die Domain .eu verwalten, sowie von Ogilvy Public Relations Worldwide und der Coca Cola Company. Die International Herald Tribune ist der Medienpartner Nummer eins, die Thon Hotels der Travel Partner Nummer eins.
Zehnter Geburtstag von EurActiv
EurActiv lobte den Award am Europatag (9. Mai) aus. Anlass dafür und für andere Initiativen sind das zehnjährige Bestehen von EurActiv und das fünfjährige Bestehen CrossLingual network, das mittlerweile aus zehn Länderportalen besteht.
Zehntes und jüngstes Portal ist EurActiv.de, die Deutschland-Redaktion von EurActiv, die ihren Sitz im Haus der Bundespressekonferenz im Berliner Regierungsviertel hat. EurActiv.de ist seit 1. Juni online.
Weitere Nominierungen sind noch möglich. Sie können bis 15. September auf dem Portal von EurActiv.de eingereicht werden, allerdings auch in anderen Sprachen unter EurActiv Awards Blog bzw.: Bulgarian, Czech, English, French, Hungarian, Polish, Romanian, Slovakian and Turkish.
LinksDossier: EU Communication Policy
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