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Europa 2020 und Reformen


Mit Argusaugen verfolgt Hans-Ulrich Benra, Chef des Verbandes der Beschäftigten der obersten und oberen Bundesbehörden (VBOB), ob die Interessen der deutschen AA-Mitarbeiter im EAD gut genug vertreten sind (Foto: VBOB)

Mit Argusaugen verfolgt Hans-Ulrich Benra, Chef des Verbandes der Beschäftigten der obersten und oberen Bundesbehörden (VBOB), ob die Interessen der deutschen AA-Mitarbeiter im EAD gut genug vertreten sind (Foto: VBOB)

Aktuell - Montag 28 Juni 2010 - Europa 2020 und Reformen

VBOB-Chef Benra erwartet angemessenen Anteil deutscher Diplomaten

Auswärtiges Amt drängt auf viele Stellen im EAD

Deutsche Diplomaten sollen in den 130 Botschaften des künftigen Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) angemessen eingesetzt werden. Der Verband der Beschäftigten der obersten und oberen Bundesbehörden (VBOB)und das Auswärtige Amt beobachten aufmerksam den Aufbau des EAD.

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Kritik an den Vorbereitungen für den Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD) kommt nicht nur aus dem Europäischen Parlament, das sich vor allem um die haushalterische Kontrolle des EAD und seine politischen Mitwirkungsrechte sorgt. Auch das Auswärtige Amt (AA) in Berlin beobachtet die Schaffung eines europäischen Pendants mit Argusaugen.

Hans-Ulrich Benra, der Chef des Verbandes der Beschäftigten der obersten und oberen Bundesbehörden (VBOB), möchte einer unzureichenden Berücksichtigung deutscher Diplomaten vorbeugen.

Personal für 130 Botschaften des EAD

„Wir begleiten den entstehenden Europäischen Auswärtigen Dienst mit großer Aufmerksamkeit“, sagt Hans-Ulrich Benra. Der EAD eröffne „interessante Entwicklungsperspektiven für Mitarbeiter des Auswärtigen Amts.“

Der Vorsitzende der Bundesbeamtengewerkschaft VBOB, die Mitglied im dbb ist, setzt sich dafür ein, dass möglichst viele Stellen in der neuen Brüsseler Behörde und ihren geplanten 130 Botschaften für deutsches Personal reserviert werden.

„Interessen nicht immer angemessen vertreten“

„In der jüngeren Vergangenheit ist es uns in Deutschland nicht immer gelungen, unsere Interessen auch personalpolitisch in angemessener Weise in der EU zu vertreten“, beklagt Benra. Dies müsse bei der Stellenbesetzung im EAD besser werden.

Benra arbeitet in dieser Frage eng mit dem Personalratsvorsitzenden des Auswärtigen Amts zusammen. Michael Schmidt-Edinger verfolgt die Verhandlungen über das Personalstatut des EU-Außenamts ebenfalls sehr aufmerksam. Denn die Perspektiven der Mitarbeiter des deutschen Auswärtigen Amts für einen Einsatz im EAD werden maßgeblich durch das Statut bestimmt. „Hier darf es nicht zu Nachteilen für unsere Leute im Auswärtigen Amt kommen“, sagt Schmidt-Edinger.

Reibungsverluste vermeiden

Der Vertrag von Lissabon sieht die Entsendung von Beamten aus den EU-Institutionen Rat und Kommission sowie aus den diplomatischen Diensten der Mitgliedstaaten vor. „Wir erwarten einen angemessenen, der Bedeutung unseres Landes in der EU entsprechenden Anteil deutscher Diplomaten im EAD“, so Benra.

„Das Auswärtige Amt muss personell wie strukturell so in die Arbeit des EAD einbezogen werden, dass es zu keinen Reibungsverlusten in der Wahrnehmung deutscher und europäischer Interessen kommt“, fordert Schmidt-Edinger.

Die Stellungnahmen zum Europäischen Auswärtigen Dienst erscheinen morgen in den „dbb europathemen aktuell“ (Juli/August-Ausgabe) und wurden EurActiv.de zur Vorab-Berichterstattung zur Verfügung gestellt.

red.

 

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