Türkei begrüßt Klage gegen Frankreichs Genozid-Gesetz
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Späte Genugtuung: Wiktor Janukowitsch wird wahrscheinlich der neue Präsident der Ukraine. Foto: dpa
Aktuell - Montag 8 Februar 2010 - Erweiterung und Nachbarn
Der Vorsprung ist hauchdünn, doch der Sieg scheint sicher: Wiktor Janukowitsch wird der neue Präsident der Ukraine. Es ist unwahrscheinlich, dass die unterlegene Julia Timoschenko die Massen wie 2004 gegen Janukowitsch mobiliseren kann.
Bei der Präsidentenstichwahl in der Ukraine haben am 7. Februar 48,5 Prozent der Wähler für Wiktor Janukowitsch gestimmt; 45,9 Prozent für Julia Timoschenko. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 70 Prozent. Das sind die Zahlen des Zentralen Wahlbüros, nachdem bis Montagnachmittag 98 Prozent der Stimmzettel ausgezählt wurden. Damit scheint sich der knappe Sieg des pro-russischen Herausforderers Janukowitsch zu bestätigen. Es ist die gelungene Revanche von Janukowitsch, gegen den sich die Orange Revolution 2004 gerichtet hatte.
Seitdem haben sich die Revolutionäre und die Sieger von damals - Noch-Präsident Wiktor Juschtschenko und die Regierungschefin Julia Timoschenko - in unerbittlichen Machtkämpfen aufgerieben, während das Land in eine tiefe Wirtschaftskrise glitt. Die Politik der radikalen Abkehr von Russland hat zudem große Teile der Bevölkerung (zumeist in der Ostukraine) erschrocken.
Die Enttäuschung der Bevölkerung über die verpasste Chance der Orangen Revolution dürfte zu groß sein, als dass es der unterlegenen Julia Timoschenko gelingen sollte, ihre Drohung eines Volksaufstands wahr zu machen. (
EurActiv.de vom 5. Februar 2010)
Der Verlierer von 2004, Oppositionsführer Janukowitsch, wird zum Sieger von 2010: Ganz Russland und eine halbe Ukraine werden den Sieg von Janukowitsch als Wiedergutmachung für die Schmach von 2004 feiern.
Michael Kaczmarek
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