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Erweiterung und Nachbarn


Serbiens Ministerpräsidenten Ivica Dačić (li.) und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy. Foto: Rat der Europäischen Union

Serbiens Ministerpräsidenten Ivica Dačić (li.) und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy. Foto: Rat der Europäischen Union

Aktuell - Dienstag 4 September 2012 - Erweiterung und Nachbarn

Dačić in Brüssel

EU drängt Serbien zur Verbesserung der Beziehungen zu Kosovo

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy fordert von Serbien "eine sichtbare und nachhaltige Verbesserung" der Beziehungen zu Kosovo. Dies sei eine entscheidende Voraussetzung für den Beginn von Beitrittsverhandlungen mit der EU.

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Er sei zufrieden, von dem serbischen Ministerpräsidenten Ivica Dačić gehört zu haben, dass Serbien alles tun wolle, um das Land der EU näher zu bringen, Öffnet externen Link in neuem Fenstererklärte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy nach Gesprächen mit Dačić in Brüssel. Für den Beginn der Beitrittsverhandlungen bleibe eine sichtbare und dauerhafte Verbesserung der Beziehungen zu Kosovo eine entscheidende Voraussetzung. Alle bisherigen Vereinbarungen des Dialogs müssten implementiert werden, insbesondere die Vereinbarung zu Grenzübergängen, so Van Rompuy.

Zudem müsse eine Lösung für die instabile Lage im Norden Kosovos gefunden werden. "Ich fordere daher sowohl Belgrad als auch Pristina auf, sich konstruktiv an dem von der EU geförderten Dialog zu beteiligen", erklärte der Ratspräsident.

Van Rompuy mahnte an, dass entscheidende politische Reformen fortgesetzt werden: bei der Justiz, im Kampf gegen Korruption und das organisierte Verbrechen, bei der Medienfreiheit und dem Schutz von Minderheiten. Strukturelle Reformen seien angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Umstände ebenso dringend.

Dačić Öffnet externen Link in neuem Fensterunterstrich die "klare Entschlossenheit" Serbiens, den Weg zur EU-Mitgliedschaft fortzusetzen. Gleichzeitig verlangte er, dass dem Land nicht zusätzliche Bedingungen gestellt werden als diejenigen vom Europäischen Rat im Dezember letzten Jahres. Belgrad sei indessen bereit, den Dialog mit Pristina auf "technischer und politischer Ebene auf einem sehr hohen Niveau" fortzuführen.

Im Interview mit EurActiv.de hatte der kosovarische Außenminister Enver Hoxhaj massiv auf die Fortsetzung des Dialogs mit Serbien gedrängt (Öffnet externen Link in neuem FensterEurActiv.de vom 27. August 2012). Er erwarte von Brüssel mehr Druck auf Belgrad, alle getroffenen Abkommen umzusetzen.

Am 17. Februar 2008 proklamierte die serbische Provinz Kosovo ihre Unabhängigkeit – ohne die Zustimmung der serbischen Regierung. Serbien sieht Kosovo seitdem als abtrünnige Provinz an und weigert sich, die Unabhängigkeit zu akzeptieren. Die Reaktionen auf die einseitige Autonomieerklärung waren unterschiedlich. 91 der 193 UN-Mitgliedsstaaten haben Kosovo inzwischen als unabhängigen Staat anerkannt. Unter den 102 Staaten, die Kosovo immer noch als Teil Serbiens ansehen, befinden sich auch fünf EU-Staaten: Spanien, Griechenland, Zypern, Rumänien und die Slowakei.

dto

Links


Europäischer Rat: Öffnet externen Link in neuem FensterPress statement by President Herman Van Rompuy, following his meeting with the Prime Minister of Serbia Ivica Dačić (4. September 2012)

Beta: Öffnet externen Link in neuem FensterZa EU ključno poboljšanje odnosa s Prištinom (4. September 2012)

Zum Thema auf EurActiv.de

Öffnet externen Link in neuem FensterKosovo: "Konflikt mit Serbien ein für alle Mal beenden" (27. August 2012)

Öffnet externen Link in neuem FensterUngelöste Kosovo-Frage spaltet die EU (7. August 2012)

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