EU-Russland Energiedialog [DE]

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Die EU-25 sind in ihrem Energieverbrauch sehr abhängig von Russland. 25% aller Gas-Importe und 25% der Öl-Importe der EU-Mitgliedstaaten stammen aus Russland. Auf der anderen Seite ist Russland stark abhängig von dem Verkauf seiner Rohstoffe in die EU, der 40 % seines Haushalts ausmacht. Im Oktober 2000 einigten sich die EU und Russland auf den Start eines energiewirtschaftlichen Dialogs für Zusammenarbeit in den Bereichen Versorgungssicherheit, Energieeffizienz, Infrastruktur (zum Beispiel Pipelines), Investitionen und Handel.

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Übersicht

Dieser bilaterale energiewirtschaftliche Dialog  begann auf dem EU-Russland-Gipfel im Oktober 2000 in Paris. Er zielt darauf ab, den Zugang Europas zu den riesigen russischen Öl- und Gasreserven zu erleichtern. Russland verfügt über ein Drittel der weltweiten Gasreserven. Der Dialog beruht auf der Annahme, dass die gegenseitige Abhängigkeit zwischen den zwei Regionen weiter wachsen wird. Die EU braucht Russland, um ihre Energieversorgung zu sichern und Russland will seinerseits ausländische Investoren anziehen und einen besseren Zugang zu den EU- und Weltmärkten erhalten. Über die Hälfte des Handelsumsatzes Russlands geht auf seinen Handel mit der EU zurück. 

Die derzeitige Struktur des Energiedialogs soll die enge Beteiligung der EU-Mitgliedstaaten, der europäischen Energiewirtschaft und der internationalen Finanzinstitutionen gewährleisten. In vier thematisch ausgerichteten Arbeitsgruppen kommen mehr als 100 europäische und russische Experten des privaten und des öffentlichen Sektors zusammen, um über Fragen im Zusammenhang mit Investitionen, Infrastruktur, Handel und Energieeffizienz zu diskutieren und weitere Vorschläge für den Energiedialog auszuarbeiten. 

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