EurActiv.de

Anzeige

Sektionen

Services

Über uns

Medien-Partner

Anzeige

Energie und Klimaschutz


Die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft (SPD), will auf nationaler wie europäischer Ebene alles tun, damit die deutsche Kohle-Einigung Bestand hat. Foto: dpa.

Die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft (SPD), will auf nationaler wie europäischer Ebene alles tun, damit die deutsche Kohle-Einigung Bestand hat. Foto: dpa.

Aktuell - Donnerstag 29 Juli 2010 - Energie und Klimaschutz

Debatte um EU-Vorstoß zum Subventionsabbau

Kraft kämpft für deutsche Steinkohle-Subventionen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung und die Gewerkschaft IG BCE wehren sich gegen einen vorgezogenen Ausstieg aus dem Steinkohlebergbau.

Anzeige

"Die Bundeskanzlerin muss zu Ihrem Wort stehen", forderte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) am Donnerstag nach einem Treffen mit Vertertern der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie.

"Die Landesregierung wird auf nationaler wie europäischer Ebene alles ihr Mögliche tun, damit die deutsche Kohle-Einigung Bestand hat", bekräftigte die SPD-Politikerin in Düsseldorf. "Wir erwarten, dass die Bundesregierung vertragstreu bleibt", forderte auch der Chef der IG BCE, Michael Vassiliadis.

Beide wandten sich damit gegen Opens external link in new windowPläne der EU-Kommission, Subventionen für den Steinkohlebergbau schon zum 15. Oktober 2014 zu beenden. Der deutsche Kohlekompromiss von Bund, Kohleländern, Industrie und Gewerkschaft sieht das Aus erst für 2018 vor. Der Vertrag war 2007 unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ausgehandelt worden.

Ein Ende des deutschen Steinkohlenbergbaus schon 2014 mache die sozialverträgliche Anpassung unmöglich, argumentierten Landesregierung und IG BCE. Die Finanzierung der Ewigkeitslasten des Bergbaus durch die RAG-Stiftung werde zudem gefährdet.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) hatte das Vorgehen der Kommission vergangene Woche verteidigt (Opens external link in new windowEurActiv.de vom 23. Juli 2010). "Die Verlängerung um vier Jahre war schon ein großes Entgegenkommen der EU-Kommission", so Oettinger. "Für den deutschen Steinkohlekompromiss von 2007 gab es bisher keine EU-Rechtsgrundlage". Bislang besteht eine Ausnahmeregelung für die Steinkohle-Beihilfen. Die Opens external link in new windowVerordnung läuft Ende 2010 aus.

dpa/awr

Mehr zum Thema


EurActiv.de:
Opens external link in new windowOettinger verteidigt EU-Steinkohle-Beschluss (23. Juli 2010)

EurActiv.de: Opens external link in new windowSPD zum Kohlestreit: Merkel blind, Oettinger nicht da (22. Juli 2010)

EurActiv.de: Opens external link in new windowBergleute entsetzt über EU-Pläne (22. Juli 2010)

EurActiv.de:
Opens external link in new  windowHarte Kritik Merkels an spontaner EU-Kohlepolitik (21. Juli 2010)

EurActiv.de: Opens external link in new  windowEU will frühes Ende deutscher Kohlebergwerke (20. Juli 2010)

Links


EU-Kommission:
Opens external link in new windowVerordnung 1407/2002 über staatliche Beihilfen für den Steinkohlenbergbau

EU-Kommission: Opens external link in new   windowStaatliche Beihilfen: Kommissionsvorschlag für Ratsverordnung über Stilllegungsbeihilfen für nicht wettbewerbsfähige Kohlebergwerke (20. Juli 2010).

EU-Kommission:Opens external link in new   window Frequently Asked Questions – Coal Regulation (20. Juli 2010)

Verbände

IG BCE:Opens external link in new  window Bundesregierung muss vertragstreu bleiben. Pressemitteilung. (21. Juli 2010)

IG BCE: Opens external link in new  windowEU-Kohlebeihilfevorschlag - "Wir werden uns mit allen Mitteln wehren" (21. Juli 2010)

Gesamtverband Steinkohle (GvST): Opens external link in new  windowKommissionsvorschlag für Ratsverordnung über Stilllegungsbeihilfen für nicht wettbewerbsfähige Kohlebergwerke. Pressemitteilung (20. Juli 2010)



RSS

Agenda

Anzeige
Anzeige