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Karl-Heinz Florenz (CDU), Vizevorsitzender der Delegation des Europäischen Parlaments bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen. Foto: EVP
Aktuell - Montag 14 Dezember 2009 - Energie und Klimaschutz
Der deutsche EU-Parlamentarier Karl-Heinz Florenz (CDU) verhandelt bei der UN-Klimakonferenz um drei zentrale Klimaziele. Es stehe nicht weniger auf dem Spiel als eine "historische Entscheidung", die das Leben über Generationen hinweg verändern werde, sagt Florenz im Interview mit EurActiv.
ZUR PERSON:
Der deutsche EU-Abgeordnete Karl-Heinz Florenz (CDU) ist Vizevorsitzender der Delegation des Europäischen Parlaments bei der Kopenhagener Klimakonferenz.
Die USA haben einen Traum erfüllt, den niemand für möglich gehalten habe: Sie haben einen Menschen zum Mond geschickt. Vielleicht solle der Kampf gegen den Klimawandel als ein neues Apollo-Programm betrachtet werden, so Karl-Heinz Florenz, in einem Interview mit EurActiv.
Ebenso wie Bundesumweltminister Norbert Röttgen sagt der konservative deutsche Europaabgeordnete, dass die Regierungschefs sich auf die Wirtschaft anstatt auf das Klima konzentrieren sollten. (siehe
EurActiv.de vom 11. Dezember 2009)
"Wir müssen die Trägheit der Vergangenheit überwinden; wir müssen sicherstellen, dass die zukünftigen Gesetze nicht die Papiertiger bleiben, die wir in der Vergangenheit hatten", argumentiert Florenz und betont, dass die Investitionen von heute die Grundlage für das Wachstum von morgen darstellten. "Es geht darum, eine neues Wirtschaftsmodell aufzubauen", so Florenz.
"Die Wirtschaftlichkeit ist vorhanden", betonte der stellvertretende Delegationsleiter des Europäischen Parlaments beim UN-Klimagipfel in Kopenhagen. "Sie sagt uns, dass die riesigen Kosten des Kampfs gegen den Klimawandel dem gewaltigen Wachstumspotenzial einer Nachhaltigkeitsrevolution – der Revolution der Energieeffizienz, der Energieproduktion, des Verbrauchs und Verkehrs – entsprechen."
"Der Weltmarkt für kohlenstoffarme Güter und Dienstleistungen hat bereits ein Volumen von fünf Billionen Dollar und soll innerhalb des nächsten Jahrzehnte um weitere 50 Prozent steigen", erläutert er.
"Nachhaltigkeit ist der Schlüssel. Es geht nicht nur um Klimaschutz, sondern um die Zukunft unserer Industrie. Es geht um Arbeitsplätze." Dennoch könnten die Industriestaaten Emissionen nicht allein reduzieren – sie bräuchten Partner, so Florenz.
Gemeint sind damit die Entwicklungsländer, die ebenfalls ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten sollten. Dennoch dürfe das Geld, das die Industriestaaten den Entwicklungsländern für den Klimaschutz zur Verfügung stellen, nicht von anderen Entwicklungshilfeprojekten abgezogen werden. "Wir können es nicht zulassen, dass unser Kampf gegen den Klimawandel Gelder weg von den Ärmsten umleitet", unterstreicht er.
Florenz wertet die Klimakonferenz in Kopenhagen als einen historischen Moment und ruft zu einer ebenso historischen Entscheidung auf.
EurActiv
Hier gibt es das ausführliche
Interview mit Karl-Heinz Florenz, das Daniela Vincenti-Mitchener auf Englisch führte.
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