China boykottiert EU-Emissionshandel
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Europas Offshore-Windenergiebranche sieht sich auf Wachstumskurs. Foto: dpa
Aktuell - Montag 18 Januar 2010 - Energie und Klimaschutz
Die europäische Offshore-Windenergiebranche blickt optimistisch in die Zukunft. Die Branche setzt dabei vor allem auf Fördergelder aus dem europäischen Konjunkturprogramm und auf die Europäische Investitionsbank.
Die europäische Offshore-Windenergiebranche sieht sich auf starkem Wachstumskurs. 2009 gingen in Europa acht neue Windparks mit 199 Offshore-Windturbinen und einer Leistung von 577 Megawatt ans Netz, wie der Branchenverband EWEA (European Wind Energy Association) heute in Brüssel
mitteilte. Dieses Jahr sollen zehn zusätzliche Offshore-Windparks mit einer Leistung von 1000 Megawatt fertiggestellt werden, was einem Plus von 75 Prozent entspreche.
"Die Entscheidung, 225 Millionen Euro aus dem Europäischen Konjunkturprogramm in die Offshore-Windenergiebranche fließen zu lassen, hat einen Schub ausgelöst und gezeigt, dass die Entscheidungsträger verstanden haben, dass die Offshore-Windenergie entscheidend für Europas künftige Energieversorgung ist", erklärte Christian Kjaer, Geschäftsführer des Branchenverbandes EWEA.
Die EU hatte im Juli 2009 entschieden, Energieprojekte mit insgesamt 4 Milliarden Euro zu fördern. (siehe
EurActiv.de vom 16. Juli 2009)
"Auch das gestiegene Engagement der Europäischen Investitionsbank (EIB) wird hilfreich sein für den künftigen Erfolg der Offshore-Windenergie und ihren Beitrag zur Ankurbelung der europäischen Wirtschaft", so Kjaer weiter.
Der EWEA teilte mit, dass in europäischen Gewässern 17 Windparks im Bau seien, weitere 52 seien genehmigt. Etwas mehr als die Hälfte dieser Kapazitäten sollten in Deutschland gebaut werden. Insgesamt befänden sich Projekte mit mehr als 100 Gigawatt in verschiedenen Planungsstadien und könnten die Energie für zehn Prozent der europäischen Elektrizitätsnachfrage liefern, hieß es.
Dem Ausbau regenerativer Energiequellen sind bisher durch die unzureichende Infrastruktur enge Grenzen gesetzt. Das geplante transnationale Hochspannungsnetz im Nordseeraum ist eine Voraussetzung dafür, dass die Windenergiekapazitäten, die derzeit in der Nordsee ausgebaut werden, überhaupt in das Stromnetz eingespeist werden können. (siehe
EurActiv.de vom 5. Januar 2010)
2009 belief sich der Umsatz der Offshore-Windenergie-Industrie auf etwa 1,5 Milliarden Euro. EWEA erwartet für das laufende Jahr eine Verdoppelung auf gut 3 Milliarden Euro.
Mit 828 Windturbinen und einer Kapazität von insgesamt 2056 Megawatt aus 38 Windparks in neun europäischen Ländern ist Europa der EWEA zufolge weltweit führend in der Offshore-Windindustrie.
Großbritannien (44 Prozent) und Dänemark (30 Prozent) erzeugen derzeit die meiste Offshore-Windenergie. 2009 haben fünf europäische Länder neue Offshore-Windparks gebaut: Großbritannien (284 Megawatt), Dänemark (230 Megawatt), Schweden und Deutschland (jeweils 30 Megawatt) und Norwegen (2,3 Megawatt).
mka mit dpa
EWEA:
European offshore wind power market grew 54% in 2009 (18. Januar 2010)

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