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Energie und Klimaschutz


Der Irak vergibt Lizenzen für neue Ölfelder. Die EU will auch von den Erdgas- und Erdölreserven des Landes profitieren. Im Bild ist die al-Halfaya Raffinerie in Amara zu sehen. Foto: dpa

Der Irak vergibt Lizenzen für neue Ölfelder. Die EU will auch von den Erdgas- und Erdölreserven des Landes profitieren. Im Bild ist die al-Halfaya Raffinerie in Amara zu sehen. Foto: dpa

Aktuell - Montag 18 Januar 2010 - Energie und Klimaschutz

Energiepartner für südlichen Korridor

EU strebt nach Öl und Gas aus dem Irak

Die EU hat heute eine Absichtserklärung für eine "strategische Energiepartnerschaft" mit dem Irak unterzeichnet. Die EU hofft auf Lieferzusagen für ihre Erdöl- und Erdgasleitungen des südlichen Korridors.

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Die EU will sich den Irak als Erdgaslieferant für ihr Nabucco-Projekt und andere Pipelines des südlichen Korridors sichern. Auch blickt die EU mit großem Interesse auf die drittgrößten nachgewiesenen Erdölreserven der Welt, die sich im Irak befinden.

Die EU hat daher heute heute in Bagdad mit dem Irak eine Absichtserklärung für eine "strategische Energiepartnerschaft" unterzeichnet. Damit sollen "die politischen Rahmenbedingungen zur Stärkung der Beziehungen zwischen Irak und der EU im Energiebereich" geschaffen werden, teilte die Kommission heute in einer Opens external link in new windowPresseerklärung mit.

Laut der Absichtserklärung wird die EU im Gegenzug im Irak Projekte für erneuerbare Energien, für eine verbesserte Energieeffizienz und für sichere Pipelines finanzieren.

Irak und Iran als Lieferanten für Nabucco


Die EU strebt seit längerem danach, neue Erdgas- und Erdöllieferanten zu gewinnen, um die geplanten neuen Pipelines des südlichen Korridors versorgen zu können. Ein Presigeprojekt ist dabei die Erdgasleitung Nabucco.

Der designierte EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) hatte bei seiner Anhörung vor dem EU-Parlament betont, dass die Milliarden-Investitionen in Nabucco nur dann sinnvoll seien, wenn die Einspeisung des Gases in die Leitungen durch "wasserdichte" Verträge mit den Lieferstaaten langfristig garantiert sei. (siehe Opens external link in new windowEurActiv.de vom 14. Januar 2010)

Die Lieferzusagen des Irak wären dafür ebenso wichtig wie Zusagen aus dem kaspischen Raum. Positive Signale gibt es bereits aus Turkmenistan (siehe Opens external link in new windowEurActiv.e vom 8. Januar 2010) Ohne Lieferzusagen aus dem Iran, mache Nabucco aber keinen Sinn, meint Vaclav Bartuska, Sonderbotschafter für Energiesicherheit der tschechischen Regierung. Er bekräftigte das vor wenigen Tagen auf einer Podiumsveranstaltung in Berlin. (siehe Opens external link in new windowEurActiv.de vom 13. Januar 2010)

Ziel: Diversifizierung der Energieimporte


Die heute unterzeichnete Absichserklärung ist ein weiterer Baustein der Diversifizierungsstrategie der EU. Die EU strebt dabei an, die Energieimporte in die Union aus möglichst verschiedenen Quellen zu speisen und über verschiedene Leitungen in die Union zu führen. Anstatt sich wie bisher einseitig auf die Lieferungen aus Russland zu verlassen, versucht die EU seit einigen Jahren, strategische Beziehungen im Energiebereich im Nahen Osten und in Nordafrika zu knüpfen.

Michael Kaczmarek

Dokumente / Download / Links


Kommission: Opens external link in new windowEU und Irak unterzeichnen Absichtserklärung für eine strategische Energiepartnerschaft (18. Januar 2010)

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