Altmaier soll Gebäudesanierung vorantreiben
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"Niemand wird bestreiten, dass es auf der ganzen Welt ein neues Interesse an der Atomkraft gibt", sagt Kommissionspräsident José Manuel Barroso,.
Aktuell - Donnerstag 29 April 2010 - Energie und Klimaschutz
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sieht die Atomenergie in Zeiten des Klimawandels im Aufwind. 41 Prozent der Europäer glauben allerdings nicht daran, dass Atomkraftwerke sicher sind.
"Ich würde nicht von Renaissance sprechen, aber niemand wird bestreiten, dass es auf der ganzen Welt ein neues Interesse an der Atomkraft gibt", sagte Barroso im Interview des Hamburger Abendblatts (Freitag). Als Grund führte er an, "dass die Kernenergie klimafreundlicher ist als fossile Energieträger".
Barroso nannte es zugleich außerordentlich wichtig, europäische Sicherheitsstandards für Atommüll-Endlager zu schaffen. Bau und Betrieb sollten nach gemeinsamen Regeln erfolgen, forderte der Präsident und kündigte an: "Die Kommission wird in der zweiten Jahreshälfte eine entsprechende Richtlinie vorlegen."
Derzeit planen Italien und Polen den Einstieg in die Atomkraft (
EurActiv.de vom 28. April 2010). Lutz Mez, Umweltexperte an der FU Berlin, bestreitet vehement ein weltweites Comeback der Atomenergie. Vielmehr versuche die internationale Atomlobby seit Jahren eine Renaissance herbeizureden, so Mez in einem
Standpunkt auf EurActiv.de Anfang März.
Nach einer heute von der Europäischen Kommission veröffentlichten
Eurobarometer-Umfrage sind 46 Prozent der Europäer der Meinung, der Einsatz von Kernkraft könne gegen den Klimawandel helfen. 51 Prozent glauben, Atomenergie sorge für stabile Preise, für 68 Prozent steigert sie die Unabhängigkeit von Energieimporten.
82 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Frage der Entsorgung radioaktiver Abfälle auf EU-Ebene geregelt soll. Eine "klare Mehrheit" von 59 Prozent der Europäer seien der Meinung, dass Kernkraftwerke sicher betrieben werden können, heißt es von Seiten der Kommission.
dpa/awr
Eurobarometer-Umfrage:
Europeans and Nuclear Safety (März 2010) 
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