Der Zeitschriften-Markt ist in der Dauerkrise. Bundeskanzlerin Merkel sieht Einschränkungen bei der Werbung als

Die deutschen Zeitschriftenverleger haben die Bundesregierung aufgefordert, an diesem Donnerstag gegen EU-Pläne für Zwangsangaben in der Werbung zu stimmen. Zwischen EU-Parlament, schwedischer Ratspräsidentschaft und der EU-Kommission habe es am Dienstag darüber bereits eine informelle Einigung gegeben, Opens external link in new windowerklärte der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) am Mittwoch in Berlin. Demnach muss in Zukunft bei Werbung für Elektrogeräte auch deren Energieeffizienz angegeben werden.

Die Einigung gehe mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf eine vom Bundesumweltministerium erzwungene Stimmenthaltung Deutschlands in der Frage zurück, erklärte der VDZ und forderte die deutschen EU-Vertreter auf, sich dem ablehnenden Votum des Bundeswirtschaftsministeriums anzuschließen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte auf dem VDZ-Kongress am Dienstag weitere Einschränkungen bei der Werbung als "Angriff auf die Vielfalt und Qualität der Medien" kritisiert. Der VDZ erklärte, mit weiteren Werberegulierungen werde die Finanzierung der Presse erschwert und somit die redaktionelle Freiheit eingeschränkt.

Die "Klimarechnung" des VDZ


Der VDZ argumentiert gewissermaßen um drei Ecken herum. Indem durch Werberegulierung die Finanzierung der Presse erschwert werde, werde auch der Klimapolitik ein "Bärendienst" erwiesen. "Deren wichtigster Motor ist die umfassende Berichterstattung der Presse in redaktioneller Freiheit." Ein weiterer Rückgang der Anzeigen wirke sich auch auf die Berichterstattung und Meinungsbildung in allen Fragen der Energieeffizienz aus, heißt es beim VDZ.

dpa/awr

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