Das geht aus dem Economic Sentiment Indicator hervor, den die EU-Kommission am Donnerstag veröffentlichte. Der Index stieg von 99 auf 101,3 Punkte. Erwartet wurde ein gleichbleibendes Niveau. In Deutschland fiel das Plus mit 4 Punkten besonders stark aus. In Spanien sank der Index dagegen um 2,2 Punkte.
In den Index fließen Einschätzungen der Industrie, des Dienstleistungsgewerbes, des Einzelhandels und der Bauwirtschaft ein, sowie das Verbrauchervertrauen.
Die Verbesserung des Indikators legt nahe, dass sich die Industrie in den kommenden Monaten weiter erholen wird, wobei das Vorkrisen-Niveau noch lange nicht erreicht ist, kommentiert die EU-Kommisison.
"Noch vor ein paar Monaten waren wir auf dem Weg, der uns an den Rande des Abgrunds führt. Jetzt wenden wir uns dem nachhaltigen Weg zu", sagte Währungskommissar Olli Rehn.
Inflation auf Höchststand
Die Inflation in den 16 Euro-Ländern ist im Juli auf den höchsten Stand seit mehr als eineinhalb Jahren geklettert. Die jährliche Teuerungsrate betrug 1,7 Prozent - im Juni hatte sie noch bei 1,4 Prozent gelegen. Das
Einen höheren Stand hatten die Statistiker zuletzt im November 2008 gemessen, als die Jahresteuerungsrate 2,1 Prozent betrug. Die Europäische Zentralbank (EZB) spricht bei einer Inflation von bis zu zwei Prozent von Preisstabilität.
Die Arbeitslosenquote im Euroraum bleibt
laut Eurostat unverändert bei 10 Prozent. Österreich weist mit 3,9 Prozent die niedrigste Quote der gesamten EU aus, gefolgt von den Niederlanden mit 4,4 Prozent. Massenarbeitslosigkeit herrscht weiterhin in Spanien mit 20 Prozent.
awr
EU-Kommission:
July 2010: Economic Sentiment Indicator edges up (29. Juli 2010)
EU-Kommission:
Economic Sentiment Indicator
Eurostat:
Inflationsrate des Euroraums auf 1,7 Prozent geschätzt (30. Juli 2010)
Eurostat:
Arbeitslosenquote des Euroraums stabil bei 10,0 Prozent (30. Juli 2010)

