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Das neue Gesicht Europas. EU-Präsident Herman Van Rompuy soll seinem Amt Größe verleihen. Foto: dpa.

Die Europäische Union (EU) hat in Lissabon das Inkrafttreten ihres nach der portugiesischen Hauptstadt benannten Grundlagenvertrags gefeiert. Die Würdigungszeremonie fand am späten Dienstagabend in einem am Tejo-Fluß aufgestellten durchsichtigen Riesenzelt statt. Die Feierlichten wurden zu den Klängen von Beethovens "Ode an die Freude" eröffnet.

"Es ist ein Vertrag der Chancen, ein mächtiges Werkzeug, um den Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen", sagte der ständige EU-Präsident Herman Van Rompuy, der in den kommenden zweieinhalb Jahren die EU-Politik koordinieren und nach außen vertreten soll. Es war Van Rompuys erste große Rede in seiner neuen Funktion. Dabei sprach der EU-Präsident von Erweiterungskandidaten, die auf natürliche Weise zur EU gehören würden. Konkrete Staaten nannte er nicht.

Außerdem bewies Van Rompuy die Fähigkeit, Probleme in schöne Worte zu kleiden. Der Vertrag habe nach "langer, stürmischer Reise" seinen "sicheren Hafen" erreicht, so Van Rompuy zu den massiven Widerständen gegen die EU-Reform, unter anderem aus Irland und Tschechien.

Zuvor hatte Van Rompuy klar gemacht, dass es auf absehbare Zeit keine weiteren Vertrags-Feierlichkeiten geben wird: "Wir werden lange mit den neuen Regeln leben müssen. Sehr lange. Die Debatte über Institutionen ist für lange Zeit beendet."

Der spanische Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero, dessen Land am 1. Januar die EU-Präsidentschaft übernimmt, erklärte, mit dem neuen Vertragswerk werde Europa "noch stärker, noch solider" sein. Zapateros portugiesischer Amtskollege José Sócrates sprach von "einem Tag, der einen Neubeginn für Europa darstellt. Einen Beginn mit Stärkung der Regeln für mehr Transparenz und demokratischer Kontrolle".

An den Feierlichkeiten nahmen unter anderen Persönlichkeiten auch der amtierende Ratspräsident, Schwedens Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt, EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sowie EU-"Außenministerin" Catherine Ashton teil. Barroso meinte, der Grundlagenvertrag sei "Symbol eines vereinten, freien und demokratischen Europas".

dpa/awr

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Rede des schwedischen Ratspräsidenten Fredrik Reinfeldt
(Englisch)

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