EU verbietet Fusion von Deutsche Börse und NYSE Euronext
Die Europäische Kommission hat den geplanten Zusammenschluss von Deutscher Börse und NYSE ...
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Der Zeitschriften-Markt ist in der Dauerkrise. Bundeskanzlerin Merkel sieht Einschränkungen bei der Werbung als "Angriff auf die Vielfalt und Qualität der Medien". Foto: dpa.
Aktuell - Donnerstag 19 November 2009 - Binnenmarkt und Wettbewerb
Zigaretten-Werbung muss auf die Gefahren des Rauchens aufmerksam machen. Nun soll auch die Energie-Effizienz von Produkten in der Werbung deutlich werden, plant die EU. Die deutschen Zeitschriftenverleger wollen ein Ende der Werberegulierung.
Die deutschen Zeitschriftenverleger haben die Bundesregierung aufgefordert, an diesem Donnerstag gegen EU-Pläne für Zwangsangaben in der Werbung zu stimmen. Zwischen EU-Parlament, schwedischer Ratspräsidentschaft und der EU-Kommission habe es am Dienstag darüber bereits eine informelle Einigung gegeben,
erklärte der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) am Mittwoch in Berlin. Demnach muss in Zukunft bei Werbung für Elektrogeräte auch deren Energieeffizienz angegeben werden.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte auf dem VDZ-Kongress am Dienstag weitere Einschränkungen bei der Werbung als "Angriff auf die Vielfalt und Qualität der Medien" kritisiert. Der VDZ erklärte, mit weiteren Werberegulierungen werde die Finanzierung der Presse erschwert und somit die redaktionelle Freiheit eingeschränkt.
Der VDZ argumentiert gewissermaßen um drei Ecken herum. Indem durch Werberegulierung die Finanzierung der Presse erschwert werde, werde auch der Klimapolitik ein "Bärendienst" erwiesen. "Deren wichtigster Motor ist die umfassende Berichterstattung der Presse in redaktioneller Freiheit." Ein weiterer Rückgang der Anzeigen wirke sich auch auf die Berichterstattung und Meinungsbildung in allen Fragen der Energieeffizienz aus, heißt es beim VDZ.
dpa/awr
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